07: Les Gentianes nach Nasbinals

In der majestätischen Weite des Aubrac

 

DIDIER HEUMANN, ANDREAS PAPASAVVAS

Wir haben die Route in mehrere Abschnitte unterteilt, um die Übersichtlichkeit zu erleichtern. Für jeden Streckenabschnitt zeigen die Karten die Route, die Steigungen entlang des Weges und den Zustand des GR65. Die Routen wurden auf der Plattform „Wikiloc“ erstellt. Heutzutage ist es nicht mehr notwendig, detaillierte Karten in der Tasche oder im Rucksack mitzuführen. Mit einem Mobiltelefon oder Tablet können Sie die Route ganz einfach live verfolgen.

Für diese Strecke finden Sie hier den Link:

https://fr.wikiloc.com/itineraires-randonnee/des-gentianes-a-nasbinals-par-le-gr65-258194270

Nicht alle Pilger sind unbedingt mit der Nutzung von GPS oder der Navigation über das Smartphone vertraut, zumal es noch viele Gegenden ohne Internetverbindung gibt. Deshalb ist zur Erleichterung Ihrer Reise ein Buch über die Via Gebennensis durch die Haute-Loire auf Amazon erhältlich. Dieses Werk ist weit mehr als nur ein praktischer Reiseführer: Es begleitet Sie Schritt für Schritt, Kilometer für Kilometer, und bietet Ihnen alle nötigen Informationen für eine entspannte Planung ohne böse Überraschungen. Doch über die nützlichen Ratschläge hinaus entführt es Sie auch in die zauberhafte Atmosphäre des Weges – es fängt die Schönheit der Landschaften ein, die Erhabenheit der Bäume und das Wesen dieses spirituellen Abenteuers. Nur die Bilder fehlen – alles andere ist da, um Sie mitzunehmen auf diese Reise.

Ergänzend dazu haben wir auch ein zweites Buch veröffentlicht, das mit etwas weniger Detailtiefe, aber mit allen wesentlichen Informationen den gesamten Weg vom Le Puy-en-Velay bis nach St Jean-Pied-de-Port beschreibt. Sie haben die Wahl, welcher Strecke Sie folgen möchten.  

Wenn Sie nur die Unterkünfte der Etappe einsehen möchten, scrollen Sie direkt zum Ende der Seite.

Heute setzt das Aubrac seine Erzählung fort, wie eine langsame Beschwörung, getragen vom Wind der Höhen. Hier lebt die alte Legende unverändert weiter, geboren aus den Stimmen vergangener Jahrhunderte, aus den Berichten der mittelalterlichen Pilger, die sich in Schneestürmen verirrten, vom Hunger gequält wurden und in den dunklen Heideflächen die Wölfe fürchteten. Die Strecke führt weiter nach Südwesten, einem schmalen Faden gleich, der sich durch eine karge, beinahe ursprüngliche Steppenlandschaft zieht. Diese Landschaft, entstanden aus den vulkanischen Umwälzungen am Ende des Tertiärs, breitet sich wie ein Meer aus Gras aus, durchsetzt von mächtigen Granitblöcken, unbeweglichen Wächtern, die von der Zeit langsam geformt wurden und zwischen den Rinderherden stehen. Es ist ein Land, das schweigt, ein Land, das zuhört. Ein Land, in dem die Stille selbst gegenwärtig wird. Es ist zugleich die Heimat der Burons, jener Steinhütten mit ihren Schindeldächern, Überreste einer alten Hirtenwelt, in der die Menschen während der Sommerweide Schutz und Einsamkeit fanden. Das Aubrac vereint alles, wonach Pilger und Wanderer suchen, eine unverfälschte Ruhe, eine lebendige Stille und das völlige Eintauchen in die Unendlichkeit der Weiden. Die Zeichen der modernen Welt bleiben hier unauffällig, beinahe unsichtbar. Nur wenige Stromleitungen, einige kaum wahrnehmbare Straßen und verstreut liegende Dörfer erinnern daran, dass hier Menschen leben. Wirklich wachsen scheinen hier nur das Gras und der Wind.

Heute erreicht der Weg seinen höchsten Punkt, den Roc des Loups. Dort scheint ein gewaltiger Granitblock die Welt in zwei Hälften zu teilen, wie eine unsichtbare Grenze zwischen Himmel und Erde. Die Luft wird frischer, die Stille dichter, und der Horizont öffnet sich mit beinahe unwirklicher Weite. Der Roc des Loups drängt sich dem Wanderer nicht auf. Er offenbart sich langsam, wie ein Geheimnis, das das Aubrac nur jenen preisgibt, die sich Zeit nehmen. Kein Lärm, keine Menschenmenge stört diesen Ort. Nur der Wind streicht über die Wiesen, dunkle Granitblöcke ruhen seit Jahrtausenden in der Landschaft, und es entsteht dieses seltene Gefühl, allein der Unendlichkeit gegenüberzustehen. Bei klarem Wetter verliert sich der Blick in der Ferne. Im Nebel dagegen löst sich die Welt beinahe auf und scheint außerhalb der Zeit zu schweben. Man besucht den Roc des Loups, um anders zu atmen, um langsamer zu werden und zum Wesentlichen zurückzufinden. Mit jedem Schritt wächst das Gefühl ursprünglicher, ungezähmter Freiheit. Lassen Sie deshalb den Wind seinen Geschichten lauschen und gönnen Sie sich dort oben einen Augenblick der Ruhe. Sie werden verstehen, weshalb manche Orte keinerlei Inszenierung brauchen, um sich für immer in das Gedächtnis jener einzuprägen, die sie durchqueren. Anschließend führt die Strecke über Heidelandschaften und kleine Bäche weiter nach Nasbinals, einem Ort, den der Jakobsweg einst umging. Heute hat sich das Dorf den Pilgern geöffnet und ist zu einer unverzichtbaren Etappe geworden.

Schwierigkeitsgrad der Strecke: Diese Etappe bereitet keine besonderen Schwierigkeiten, verläuft jedoch nur selten eben. Sie führt über ein sanft gewelltes Hochplateau auf mehr als 1.000 Metern Höhe durch eine karge und zugleich großartige Landschaft. Die Höhenunterschiede bleiben gering, (+165 Meter / -186 Meter). Die einzige nennenswerte Herausforderung des Tages, wenn man überhaupt von einer solchen sprechen möchte, ist der Anstieg zum „Roc des Loups „vor Rieutort.

Zustand des GR65: Heute halten sich die Abschnitte auf Straßen und Wegen ungefähr die Waage:  

  • Asphalt : 5.3 km
  • Wanderwege : 5.3 km

Manchmal, aus logistischen Gründen oder wegen der Unterkunftsmöglichkeiten, kombinieren diese Etappen Strecken, die an verschiedenen Tagen zurückgelegt wurden, da wir diese Routen mehrmals durchlaufen haben. Daher können Himmel, Regen oder Jahreszeiten variieren. In der Regel ist dies jedoch nicht der Fall, und tatsächlich ändert es nichts an der Beschreibung der Strecke.

Es ist sehr schwierig, die Steigungen der Routen mit Sicherheit anzugeben, unabhängig davon, welches System Sie verwenden.

Für die tatsächlichen Höhenunterschiede lesen Sie bitte die Hinweise zur Kilometerangabe auf der Startseite noch einmal durch.

 

Abschnitt 1: Zum „Roc des Loups“, auf dem Dach der Welt

Überblick über die Schwierigkeiten der Strecke: Eine echte Genusswanderung. Die einzige kleine Herausforderung ist der Anstieg zum „Roc des Loups“. 

 

Ein schmales Band aus Asphalt schlängelt sich von „Les Gentianes“ nach Finieyrols, wie ein sanfter Übergang zwischen der vertrauten Welt und der verborgenen Weite des Aubrac. Unterwegs erinnert ein schlichtes Denkmal an Louis Dalle (1922 bis 1982). Sein Lebensweg führte ihn aus dem Schatten des Konzentrationslagers Buchenwald in das Licht seines missionarischen Wirkens in Peru und spiegelt damit auf besondere Weise die Gegensätze dieser zugleich rauen und lichtdurchfluteten Landschaft wider.

Das Plateau des Aubrac zeigt sich nun in seiner ganzen majestätischen Schlichtheit, eine weite, beinahe ozeanische Einsamkeit, in der das Gras die Wellen ersetzt. Einst war dieses Gebiet dicht bewaldet, bevor die Mönche es mit unendlicher Geduld rodeten, um den Räubern und Wölfen ihre Verstecke zu nehmen, die den Pilgern einst gefährlich wurden. Heute ist daraus eine offene, beinahe kahle Landschaft geworden, in der Trockensteinmauern und Stacheldraht, überwachsen von Brennnesseln und Brombeeren, eine strenge Poesie entstehen lassen. Der Blick schweift ungehindert in alle Richtungen, als schwebte man zwischen Himmel und Erde, mit dem seltsamen Gefühl, für einen Augenblick auf dem Dach der Welt zu stehen.

Im Frühling erreicht dieser Zauber seinen Höhepunkt, wenn sich die Heide in einen schimmernden Teppich aus Wildblumen verwandelt. An einem Tag leuchten Löwenzahn und Osterglocken in kräftigem Gelb, am nächsten entfaltet sich ein feineres Mosaik aus Orchideen, Veilchen, Narzissen, Arnika, Anemonen und Enzianen. Mit dem Herbst kehrt eine stillere Schönheit ein. Dann bleiben nur noch die kräftigen Silhouetten der Gelben Enziane, die Heide und der noch immer grüne Ginster zurück, wie die letzten Flammen einer vergangenen Jahreszeit. So zeigt sich Finieyrols im Frühling.

Bald streift die Straße Finieyrols, einen kleinen Weiler aus massiven Steinhäusern, die sich eng aneinanderzuschmiegen scheinen, um dem Wind besser standzuhalten. Hier finden Wanderer Unterkunft und Erholung, sei es bei einer Mahlzeit oder auf einer lebhaften Terrasse, auf der sich Reisende begegnen.

Der Weiler birgt auch das Geburtshaus von Louis Dalle, schlicht, verschlossen und von beinahe andächtiger Stille umgeben.

Hinter Finieyrols beginnt der einzige wirkliche Anstieg des Tages. Der steinige Weg führt durch Weiden und Granitblöcke langsam bergauf zum höchsten Punkt der Strecke. Doch der Aufstieg erfolgt in mehreren Etappen und gönnt dem Wanderer immer wieder kleine Erholungspausen, ja sogar kurze Abstiege, als wolle er die eigentliche Anstrengung bewusst hinauszögern.

An den Hängen scheinen die Eschen den Hügel für sich erobert zu haben. Dazwischen wachsen vereinzelt Hainbuchen und Feldahorne. Ginster und wildes Gras beleben die Böschungen und verleihen der Vegetation einen freien und ungezähmten Charakter.

In dieser beinahe unwirklichen Landschaft verweilt der Blick auf den verstreut liegenden Granitblöcken. Sie erinnern an uralte Überreste, fast an vergessene Pyramiden, die bis hinauf zum Gipfel in der Heide liegen. Es ist eine ursprüngliche Geometrie, die von der Zeit geschaffen wurde und in der die Natur geheimnisvolle Zeichen hinterlassen zu haben scheint.

Dann senkt sich der Weg ohne Hast in ein verborgenes, beinahe geheimes Tal hinab. Dort fließt, oder verschwindet manchmal fast völlig, ein kleiner Zufluss des Peyrade-Baches, der sich nur zeigt, wenn das Wasser es zulässt. Es ist ein flüchtiger Durchgangsort, an dem die Landschaft nur noch flüstert.

Hinter den im Wind schwingenden Weidenröschen erhebt sich schließlich der „Roc des Loups“, unauffällig und doch majestätisch, während sich der Weg sanft zwischen den kleinen Granitblöcken hindurchschlängelt und den natürlichen Linien des Hügels folgt.

Vom Bach aus zeigt sich der Hang in seiner ganzen Schlichtheit, kahl und beinahe unwirklich, ein Hügel von eigentümlicher Anziehungskraft. Der Blick gleitet ungehindert über ein unbewegtes Meer, in dem das Gras die Wellen ersetzt. Unter einem grenzenlosen Himmel, frei von jeder Schwere, streicht das Licht lautlos über die sanften Wellen des Hochplateaus und hebt jede Falte der Landschaft mit unendlicher Feinheit hervor. 

Nichts drängt sich hier in den Vordergrund. Die Hügel atmen langsam, Granitblöcke treten hervor wie Überreste einer längst vergangenen Welt, die von Jahrtausenden geduldiger Arbeit geformt wurde. Nur wenige einsame Bäume stehen am Horizont wie stille Wächter. Alles scheint stillzustehen. Die Zeit dehnt sich zwischen zwei Windstößen aus. Von dieser Landschaft geht eine beinahe vollkommene Schlichtheit aus, eine Nacktheit, die niemals leer wirkt, sondern von Luft, Licht und Stille erfüllt ist. Nichts lenkt den Blick ab, nichts stört die Wahrnehmung. Alles lädt dazu ein, genauer hinzusehen, tiefer zuzuhören und sich ganz dieser Landschaft hinzugeben. Und ohne dass man es bemerkt, kehrt allmählich Ruhe ein. Als schenkte dieses scheinbar raue Land seinen Besuchern eine selten gewordene Form des Friedens.

Etwas höher beginnt ein schmaler Pfad zwischen den Granitblöcken zu tanzen, die scheinbar wahllos über den Hang verstreut liegen und den Wanderer zugleich herausfordern und begleiten. Auf einer Steigung von mehr als 10% versperren mächtige, von Jahrhunderten geglättete Granitblöcke immer wieder den Weg und zwingen zu achtsamem Gehen. Dennoch bewahrt der Pfad seine besondere Eleganz. Er schlängelt sich zwischen Heidekraut und Ginster über den ockerfarbenen Boden wie ein feiner Faden durch eine ursprüngliche Landschaft. Hier scheint man tatsächlich an den Grenzen der Welt zu wandern.

Wer sich die Zeit nimmt, noch einmal zurückzublicken, überblickt die gesamte bereits zurückgelegte Strecke. Seit Finieyrols windet sich der Weg sanft durch die Heide und offenbart eine Landschaft von außergewöhnlicher Schönheit. .

Am Ende erweist sich der Anstieg weder als besonders lang noch als wirklich beschwerlich. Er lässt sich mühelos bewältigen. Dann nähert sich der Pfad zwischen den niedrigen Gräsern langsam dem „Roc des Loups“, wo sich die Granitblöcke scheinbar schweigend um den Gipfel versammeln.

Wenn die Jahreszeit günstig ist und Sie aufmerksam hinschauen, können Sie unterwegs wilde Heidelbeeren kosten. Sie sind klein, unscheinbar und doch unendlich aromatischer als jene, die man gewöhnlich auf den Märkten findet.

Schließlich erreicht der Weg den „Roc des Loups“ auf 1.273 Metern Höhe. Dort erhebt sich ein gewaltiger Granitblock, der die Welt in zwei Hälften zu teilen scheint, wie ein Grenzstein zwischen Himmel und Erde. Dieser Ort liegt außerhalb der Zeit und besitzt eine beinahe unwirkliche Ausstrahlung. Von hier oben öffnet sich der Blick bis zum Horizont, und für einen Augenblick scheint die Zeit stillzustehen.

Das Aubrac erhebt sich wie ein gewaltiges Podest aus Granit, fast tausend Meter über dem Meeresspiegel. Aus diesem steinernen Fundament ragen hier und da Basaltkegel hervor, letzte Zeugen der einstigen Feuerkräfte von Vulkan und Hephaistos. Doch hier herrscht der Granit unangefochten, streng und unveränderlich. Der Pilger durchquert diese Landschaft nur während der freundlichen Jahreszeiten, wenn sich das Aubrac von seiner einladenden Seite zeigt. Kaum jemand ahnt, wie sich diese Höhen während der langen Wintermonate verwandeln, wenn eisige Winde über die Ebenen fegen und der Schnee alles unter einer lautlosen Decke verbirgt. Dann zeigt das Hochplateau sein anderes Gesicht, eine sibirische Landschaft in großer Höhe, in der sich einst viele Wanderer verirrten und manchmal nur durch den Klang der Glocke der Kirche „Notre-Dame-des-Pauvres“ in Aubrac gerettet wurden.

Jenseits des Roc des Loups behält die Landschaft ihre überwältigende Größe. Bei klarem Wetter erkennt das aufmerksame Auge am Horizont die schneebedeckten Gipfel des Zentralmassivs, die wie feine Schattenlinien im Licht schweben.

Der Weg scheint sich dieser Weite anzupassen. Gemächlich folgt er dem Höhenrücken, schlendert zwischen den Heideweiden, den Granitblöcken und den Trockensteinmauern mit ihren rostigen Drähten hindurch, stille Spuren menschlicher Anwesenheit. 

Dann überschreitet er fast widerwillig den Kamm und beginnt den Abstieg durch diese grenzenlose Landschaft, die von den Trockensteinmauern in lange Linien gegliedert wird. 

Der Horizont verliert sich nun in unendlicher Ferne. Sanfte Hügel verschwinden nach und nach im Dunst, friedliche Rinderherden ziehen über die Weiden, und nur vereinzelt stehen einsame Bäume. Alles atmet hier eine schlichte Größe, einen zurückhaltenden Zauber und ein Gefühl von Unendlichkeit, das den Wanderer einlädt, immer weiterzugehen. .

Der Pfad wird zunächst etwas rauer und ist mit großen Steinen übersät, bevor er nach und nach sanfter wird. Weiter unten verbreitert er sich zu einem großzügigen Erdweg, der geschmeidig durch die weiten Flächen führt, die von den Trockensteinmauern gegliedert werden.

Auch das gehört zum Aubrac. Überall begegnet man den fahlbraunen Aubrac-Rindern, vertrauten Gestalten dieser Landschaft, die scheinbar immer dort grasen, wo die Pilger vorbeiziehen, als teilten sie auf ihre Weise den Sinn des Weges.

In der Lozère ergossen sich einst gewaltige Lavaströme über das Granitfundament und veränderten die Landschaft nachhaltig. Auf diesem Hochplateau jedoch, wo Bès und Truyère entspringen, scheint sich das Feuer längst beruhigt zu haben, sodass der Granit fast unangefochten herrscht und nur vereinzelt vulkanische Gesteinsreste an diese Vergangenheit erinnern. Und mancherorts erzählt auch der Kalkstein von einer noch älteren Zeit, als diese Höhen einst vom Meer bedeckt waren.

Während sich der Weg verbreitert, erreicht er allmählich den Fuß des Hügels, als kehre er nach seiner Begegnung mit der Unendlichkeit langsam wieder in die vertraute Welt zurück. 

Schließlich trifft er erneut auf die Straße und den Bach Peyrade, einen jener unscheinbaren Wasserläufe, die weder einen wirklichen Anfang noch ein sichtbares Ziel zu besitzen scheinen und still den Weg der Menschen begleiten.

Nach einigen sumpfigen Stellen erscheint wieder der Asphalt, der die Schönheit dieser Landschaft keineswegs beeinträchtigt. Der Blick schweift mit solcher Freude über die Heidelandschaft, dass man beinahe vergisst, wohin man den nächsten Schritt setzt. Überall lehnen mächtige Granitblöcke am Straßenrand oder liegen verstreut in den Wiesen.

Abschnitt 2: Zum Bès, dem kleinen Fluss des Aubrac

Überblick über die Schwierigkeiten der Strecke: Eine angenehme Wanderung, nur der Anstieg nach Montgros verlangt etwas mehr Einsatz.

Die Straße führt sanft nach Rieutort, wo sich Steinhäuser mit Schieferdächern dicht aneinanderreihen, als wollten sie gemeinsam den heftigen Winden trotzen. Das Dorf wirkt streng, beinahe ganz aus Stein geschaffen, tief im Granit verwurzelt, auf dem es errichtet wurde. Schon die mächtigen Mauern und die schweren Dächer verraten, dass diese Häuser gebaut wurden, um den Jahreszeiten, den Stürmen und den langen, oft unerbittlichen Wintern standzuhalten.

Viele Pilger legen hier eine Pause ein, angelockt von der Wasserstelle und von einem eindrucksvollen Zeugnis vergangener Zeiten, dem sogenannten Travail. Dabei handelt es sich um eine Konstruktion aus Holz und Eisen, in der einst Ochsen zum Beschlagen festgehalten wurden. Sie steht noch heute mitten auf dem „Couderc, dem Dorfplatz, und erinnert lebendig an die schwere Arbeit vergangener Generationen.

In Rieutort bot der Jakobsweg früher zwei Möglichkeiten. Die heute am häufigsten begangene Strecke, der GR65, führt über Montgros nach Nasbinals. Daneben gab es jedoch den älteren GR65A, der dem ursprünglichen Weg der mittelalterlichen Pilger treuer folgte. Er führte über Marchastel und den Lac de Saint-Andéol nach Aubrac oder sogar direkt hinunter nach Saint-Chély-d’Aubrac. Wer guten Käse liebt, konnte sich früher durchaus von dieser Variante überzeugen lassen. In Marchastel bot das Gasthaus des Dorfes Käseplatten von außergewöhnlicher Qualität an, auf denen sich die ganze Vielfalt des Aubrac widerspiegelte. Heute scheint das Gasthaus geschlossen zu sein. Nicht ohne Augenzwinkern behaupten manche, die Streckenführung des Jakobswegs habe gelegentlich auch sehr praktische Gründe gehabt. Nasbinals hätte ohne den Strom der Pilger wohl kaum eine vergleichbare Entwicklung erlebt. Tatsächlich gibt es heute jedoch einen handfesteren Grund für die geänderte Streckenführung. Der ursprüngliche Weg führte durch empfindliche Feuchtgebiete, die inzwischen geschützt werden müssen. Deshalb wurden einige Abschnitte aufgegeben oder sind heute nicht mehr zugänglich.

Kehren wir nun zur Strecke zurück. Beim Verlassen von Rieutort folgt eine kleine Straße dem Schatten mächtiger Eschen, Ahornbäume und Eichen. Hier wirken die Bäume wie Riesen und bilden einen eindrucksvollen Kontrast zur offenen Steppe des Aubrac, als wäre dieser Wald ein kurzer grüner Zwischenraum, bevor sich die Weite erneut öffnet.

Schon bald erscheinen einige gepflegte Häuser, in denen sich traditionelle Bauweise und moderne Elemente harmonisch verbinden und von einer unaufdringlichen, aber lebendigen menschlichen Präsenz erzählen.

Doch nur wenig später öffnet sich die Landschaft erneut. Die Unendlichkeit gewinnt wieder die Oberhand. Trockensteinmauern ziehen ihre geduldigen Linien durch das Land, und die Weiden reichen bis an den Horizont. Der Blick verweilt gern auf den verstreuten Granitblöcken und auf den kleinen Kieferngruppen, die sich an die Hänge schmiegen wie schützende Inseln inmitten der weiten Landschaft. 

Überall beleben friedlich weidende Rinder das Panorama, einmal ganz nah, dann wieder weit entfernt. Dazu kommen „Burons“ und vereinzelte Häuser, die hoch oben auf den Hügeln stehen. Alles, was das Aubrac ausmacht, ist hier vereint, in einer schlichten und vollkommenen Harmonie.

Das Panorama besitzt eine außergewöhnliche Weite. Mancherorts haftet feines Moos an den Granitplatten, eine zarte Erscheinung in dieser steinernen Welt. Es ist schwer, auf dem Jakobsweg eine Landschaft von vergleichbarer Größe und Schönheit zu finden. Und sobald das Licht seine Stimmung verändert, einmal sanft streichelnd, dann wieder leuchtend klar, verwandelt sich das gesamte Panorama und schenkt dem Betrachter unzählige neue Nuancen.

Die Straße senkt sich sanft durch eine Ebene, die an eine Steppe erinnert. Hier beginnt nicht nur der Blick, sondern auch die Seele frei zu wandern. Die weite, stille Landschaft lädt gleichermaßen zum Gehen wie zum inneren Schweifen ein.

Hoch oben auf den sanft geschwungenen Hügeln wirken die Rinder, als wären sie außerhalb der Zeit stehen geblieben. Reglos unter dem Licht der Sonne scheinen sie sich einer endlosen Mittagsruhe hinzugeben. 

Weiter unten sucht die Straße die Nähe des Bès, des einzigen wirklichen Flusses des Aubrac, auch wenn er im Vergleich zu den großen Strömen bescheiden erscheint. Doch hier braucht es keine Größe. Seine bloße Anwesenheit genügt, um der Landschaft Leben einzuhauchen.

Schon bald muss der Fluss überquert werden. Eine elegante und zugleich robuste Steinbrücke spannt sich seit dem 16. Jahrhundert über den Bès. Mit einem Schmunzeln oder aus alter Erinnerung nennen manche sie noch heute die „Bukinkan-Brücke“, ein fernes Echo auf Buckingham und auf die Zeit, als Engländer diese abgelegenen Gegenden durchquerten.

Unter dem Bogen fließt der Fluss klar und ruhig dahin und sammelt geduldig die kleinen Wasserläufe des Hochplateaus. 

An der Brücke über den Bès erreicht der GR65 erneut eine kleine Departement Straße, die über Montgros nach Nasbinals ansteigt. Nur wenige Schritte entfernt empfängt die „Grange des Enfants“ ihre Gäste in einem großen Gebäude. Mitten in dieser unendlichen Weite wirkt dieser Ort wie eine warme Zuflucht außerhalb der Welt und gehört ohne Zweifel zu den schönsten und ungewöhnlichsten Rastplätzen des Aubrac.

Nach einem kurzen Abschnitt auf Asphalt, kaum hundert Meter lang, übernimmt der Weg wieder die Führung. Breit und steinig steigt er unvermittelt aus der Ebene hinauf und erklimmt die Heide unterhalb des Dorfes Montgros. Der Anstieg ist kurz, aber kräftig und wirkt wie eine kleine Prüfung vor dem weiteren Weg.

Schon bald wird der Weg noch rauer. Steine treten überall hervor, mächtige Granitblöcke säumen den Anstieg, und die Zaunpfähle begleiten den Wanderer durch eine Landschaft, die wieder ganz ursprünglich erscheint. Hier gibt es nichts Überflüssiges und nichts Beschönigendes, nur Erde, Stein und Wind. 

Dann lässt die Steigung nach und gönnt dem Wanderer eine Atempause. Fast unmerklich verändert sich die Landschaft. Ihre Strenge verliert etwas von ihrer Härte, und die Natur wirkt beinahe gezähmt. Erste Felder erscheinen, noch zaghaft angedeutet und ein Zeichen dafür, dass das Dorf nicht mehr weit entfernt ist. Wenig später erreicht der GR65 eine kleine Straße, die weiter nach Montgros hinaufführt.

Gerade auf diesen etwas anspruchsvolleren Abschnitten rücken die Wanderer einander näher. Durch die Steigung verlangsamt, bilden sie beinahe unbewusst eine stille Reihe, ähnlich einem Fahrzeugkonvoi auf einer langen Bergstraße. Den Rest der Zeit verliert sich jeder Einzelne wieder in der unendlichen Weite des Aubrac.

Abschnitt 3: Auf dem Weg nach Nasbinals

Überblick über die Schwierigkeiten der Strecke: Einige Anstiege auf einer ansonsten problemlosen Strecke.

Die steile Straße steigt in Richtung Montgros an und verlangt von Beginn an einen kräftigen Einsatz, beinahe unvermittelt, als wolle das Aubrac daran erinnern, dass es sich niemals ohne Gegenwehr erschließen lässt. 

In Montgros sind es nur noch dreieinhalb Kilometer bis Nasbinals. Diese Nähe ist bereits spürbar, in der Luft, im Licht und in der deutlicher werdenden Präsenz menschlicher Siedlungen.

Der Weiler erscheint kompakt und geschlossen und bleibt der schlichten Architektur des Aubrac treu. Die Granithäuser gruppieren sich um die bemerkenswerten „Travails, jene Vorrichtungen zum Beschlagen der Ochsen, die heute wie kleine Denkmäler des ländlichen Alltags wirken. Montgros bietet darüber hinaus eine ausgezeichnete Rastmöglichkeit, einen stillen und zugleich wertvollen Zufluchtsort für Wanderer. 

Am Ortsausgang wachen zwei Kreuze über den Weg, als markierten sie den Übergang zwischen dem Schutz der menschlichen Behausungen und der offenen Weite des Hochplateaus.

Sobald man den Weiler hinter sich lässt, tauchen wieder vereinzelt Bäume in der Landschaft auf. Die grünen Weiden breiten sich erneut aus und begleiten einen oft sehr steinigen Weg, der von Böschungen mit Brombeeren und hohen Gräsern gesäumt wird.

Auch wenn die ersten Eindrücke mit ihrer Strenge und gewissen Eintönigkeit nicht sofort begeistern, öffnet sich die Landschaft schon bald zu einer friedlichen, beinahe geordneten Kulturlandschaft. Die Felder ziehen ihre Linien mit stiller Präzision, während einzelne Rinder gelassen hinter den Stacheldrahtzäunen grasen. Eine schlichte, tiefe und anhaltende Ruhe breitet sich aus.

Schließlich erreicht der Weg den Gipfel des Hügels. Hier beherrscht der Ginster die Landschaft und überzieht die Böschungen mit seinem leuchtenden Grün, während sich Brombeeren an die kleinen Erhebungen klammern. Ein bescheidenes Kreuz erhebt sich schweigend am Wegesrand. Hier scheint alles aus Granit entstanden zu sein, die Kreuze, die Häuser und die Brunnen, als hätte der Stein selbst die Landschaft und das Leben ihrer Bewohner geformt.

Und bald erscheint am Ende des Weges Nasbinals, wie das eingelöste Versprechen nach der langen Durchquerung der unendlichen Weiten des Aubrac.

Ein breiter, steiniger Weg beginnt nun den sanften Abstieg zum Dorf und führt den Wanderer langsam aus den Höhen hinunter, wie ein Übergang zwischen Einsamkeit und menschlicher Nähe. 

Anschließend erreicht der GR65 die Departement Straße am Ortseingang von Nasbinals und durchquert das, was hier als kleines Gewerbegebiet gilt, einige schlichte Gebäude, die sich ebenso unauffällig in die Landschaft einfügen wie die Region selbst.

Nach einem Denkmal für einen örtlichen Akkordeonspieler und ehemaligen Bürgermeister des Dorfes verlässt die Strecke die Straße erneut auf der Höhe des Friedhofs und findet zu ihrem eigentlichen Wesen zurück, stiller, ursprünglicher und persönlicher.

Der Weg gönnt sich noch einen kurzen Abschnitt durch den Wald, wie eine letzte Oase aus Schatten und Frische, bevor er endgültig in die bewohnte Welt zurückkehrt.

Kurz darauf erreicht er erneut die Straße am Dorfeingang, unweit des Parkplatzes, einer stillen Grenze zwischen der Einsamkeit des Hochplateaus und dem wiederkehrenden Leben des Dorfes.

Nasbinals, das eigentliche Herz des Aubrac, zeigt sich nun in seiner ganzen Schlichtheit. Dieser kleine Ort mit weniger als fünfhundert Einwohnern gruppiert seine Häuser aus Granit und Basalt um die Pfarrkirche, als wollten sie gemeinsam den Jahrhunderten und den Jahreszeiten trotzen. Ein kleiner Bach durchfließt den Ort und bringt etwas Lebendigkeit in diese steinerne Landschaft. Vor allem aber lebt Nasbinals im Rhythmus der Wanderer. Eine friedliche Schar von Pilgern erfüllt die Straßen. Manche haben ihren Rucksack bereits in einer Herberge oder einem Pilgerhaus abgestellt, andere sind gerade dabei. Viele schlendern müde, aber zufrieden durch die Gassen, verweilen vor der Kirche oder entlang der Hauptstraße und scheinen zwischen zwei Etappen, zwischen Anstrengung und Erholung, für einen Augenblick die Zeit vergessen zu haben.

Die Kirche Sainte-Marie, deren Ursprünge bis ins 11. Jahrhundert zurückreichen, wurde im Laufe der Jahrhunderte mehrfach umgebaut, insbesondere während der Zeit der englischen Herrschaft über diese Region. Besonders eindrucksvoll ist ihr achteckiger Glockenturm, der sich schlicht und würdevoll über das Dorf erhebt. Das romanische Gotteshaus beeindruckt durch seine Schlichtheit, eine Schönheit ohne Prunk, geprägt von Maß, Harmonie und Stille.

Auf dem Vorplatz fällt der Blick auf ein ungewöhnliches Pflaster, in das Jakobsmuscheln eingelassen sind, ein stilles Zeichen der Verbundenheit mit dem Jakobsweg. Nasbinals versteht sich gern als unverzichtbare Pilgerstation. Historisch bleibt dies allerdings unsicher. Es gibt keinen eindeutigen Beleg dafür, dass die mittelalterlichen Pilger ursprünglich durch diesen Ort zogen, zumal die alte Strecke, die heute teilweise von der Variante des GR65A übernommen wird, Nasbinals umging. Letztlich spielt dies kaum eine Rolle. Mythos und Pilgertradition haben Nasbinals zu einer unverzichtbaren Etappe gemacht, wenn nicht durch die Geschichte, dann durch die Gewohnheit und die Zuneigung der Wanderer.

Unterkünfte auf der Via Podiensis

  • Chambres d’hôtes La Borie de l’Aubrac, Laurent Mouliade et Pat Sunyer, La Grange des Enfants; 04 66 45 76 97; Pension, Abendessen, Frühstück
  • Gîte- Hôtel La Maison de Rosalie, Montgros; 04 66 32 55 14/06 37 10 64 54; Hotel, Abendessen, Frühstück
  • Gîte communal Maison Richard, Rue principale, Nasbinals; 04 66 32 59 47/04 66 32 50 17; Gîte, Küche
  • Camping municipal, Route de Ste Urcize, Nasbinals; 06 07m13 49 29; Zelte
  • Centre d’accueil NADA, Rue du Moulin, Nasbinals;06 32 18 43 53; Gîte, Küche
  • Gîte La Greppière, Rue de la Pharmacie, Nasbinals; 04 66 32 15 60; Gîte, Frühstück, Küche
  • Gîte Le Sorbier, Hervé Rey, Le Village, Nasbinals; 04 66 32 50 19/04 66 32 56 79; Gîte, Frühstück, Küche
  • Gîte Au Bon Repos du Pèlerin, Route de St Urcize, Nasbinals; 06 84 04 21 40; Gîte, Küche
  • Gîte Lo Fenador, Chemin de la Grange du Four, Nasbinals; 06 95 08 36 68; Gîte, Küche
  • Gîte Electro Velo, Rue du 19 Mars1962, Nasbinals; 06 08 87 81 44; Gîte, Küche
  • Ferme Équestre des Monts d’Aubrac, Gérard Moisset, Nasbinals; 04 66 32 50,65; Gîte, Abendessen, Frühstück
  • Gîte-Chambre d’hôtes, Alto Branco, Rue du 19 Mars1962, Nasbinals; 04 66 32 50,65; Gîte und Pension, Frühstück, Küche
  • Chambres d’hôtes A La Librairie, François Puech, Rue du 19 Mars1962 Nasbinals; 06 81 63 21 23; Pension, Frühstück
  • Hôtel Café de France, Hervé Rey, Rue principale, Nasbinals; 04 66 32 50 65; Hotel, Frühstück
  • Les Séjours Bastide**/***, Nasbinals; 04 66 32 50 03; Hotel, Abendessen, Frühstück

Jahr für Jahr verändert sich der Jakobsweg und erfindet sich mit den Jahreszeiten und den Schritten der Pilger immer wieder neu. Manche Unterkünfte schließen ihre Türen, während andere, bescheiden oder unerwartet, neu entstehen. Es wäre daher unrealistisch, den Anspruch auf eine vollständige und unveränderliche Liste zu erheben. Dieses Verzeichnis umfasst ausschließlich Unterkünfte, die sich direkt an der Strecke oder höchstens einen Kilometer davon entfernt befinden. Die Auswahl wurde 2026 aktualisiert und dürfte sich in den kommenden Jahren nur geringfügig verändern. Wer umfassendere Informationen sucht, kommt an einem Werk nicht vorbei: Miam Miam Dodo, das problemlos online erhältlich ist. Seine größte Stärke liegt in der jährlichen Aktualisierung. Es verzeichnet nicht nur Unterkünfte unmittelbar an der Strecke, sondern auch Häuser, die etwas abseits liegen. Gerade bei starkem Pilgeraufkommen kann dies von großem Wert sein, wenn die Suche nach einer Übernachtungsmöglichkeit schwieriger wird. Darüber hinaus bietet das Werk zahlreiche praktische Hinweise, von einladenden Cafés und Restaurants bis hin zu Bäckereien, die unterwegs eine willkommene Rast ermöglichen. Neben diesen klassischen Informationsquellen ist heute auch Airbnb nicht mehr wegzudenken. Die Plattform hat sich selbst in abgelegenen und dünn besiedelten Regionen zu einer wichtigen Adresse für Reisende entwickelt. Da die genauen Standorte der Unterkünfte jedoch nicht unmittelbar angezeigt werden, ist eine gewisse Vorausplanung erforderlich. Auf dem Jakobsweg hängt die Suche nach einem freien Bett in letzter Minute manchmal vom Zufall ab. Doch auf den Zufall sollte man sich nicht verlassen. Eine rechtzeitige Reservierung ist deshalb dringend zu empfehlen. Erkundigen Sie sich bei der Buchung außerdem, ob Abendessen und Frühstück angeboten werden. Diese scheinbar kleinen Details können die Mühen einer Tagesetappe erheblich erleichtern.

 Wenn man die verfügbaren Übernachtungsmöglichkeiten betrachtet, stehen entlang dieser Etappe rund 310 Betten zur Verfügung. Da auf der Via Podiensis während der Saison in der Regel zwischen 100 und 200 Pilger unterwegs sind, dürfte es hinsichtlich der Unterkunftsmöglichkeiten keine besonderen Schwierigkeiten geben. Dennoch empfiehlt es sich, vorsorglich im Voraus zu reservieren.

 Diese Strecken führen durch dünn besiedelte Landschaften, in denen das Angebot an Dienstleistungen begrenzt ist. Auf dieser Etappe gibt es bis Nasbinals weder Einkaufsmöglichkeiten noch Restaurants oder andere Versorgungsangebote. Lediglich in Rieutort befinden sich eine Wasserstelle und eine Toilette. Am Etappenziel bietet Nasbinals alle Einrichtungen, die man an einem bedeutenden Pilgerort erwartet, darunter Restaurants, Cafés, Lebensmittelgeschäfte und weitere wichtige Dienstleistungen. Schließlich bieten zahlreiche Unternehmen einen Gepäcktransport oder einen Rücktransfer zum Ausgangspunkt an. Unter ihnen gilt La Malle Postale als die wichtigste Referenz.

NZögern Sie nicht, Kommentare hinzuzufügen. Oft ist dies der Weg, um in der Google-Hierarchie aufzusteigen, sodass mehr Pilger Zugang zur Website erhalten.
Nächste Etappe : Etappe 8: Von Nasbinals nach St Chély d’Aubrac
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