Conques ist noch schöner, wenn der Pilger es zu Fuß erreicht
DIDIER HEUMANN, ANDREAS PAPASAVVAS

Wir haben die Route in mehrere Abschnitte unterteilt, um die Übersichtlichkeit zu erleichtern. Für jeden Streckenabschnitt zeigen die Karten die Route, die Steigungen entlang des Weges und den Zustand des GR65. Die Routen wurden auf der Plattform „Wikiloc“ erstellt. Heutzutage ist es nicht mehr notwendig, detaillierte Karten in der Tasche oder im Rucksack mitzuführen. Mit einem Mobiltelefon oder Tablet können Sie die Route ganz einfach live verfolgen.
Für diese Strecke finden Sie hier den Link:
https://fr.wikiloc.com/itineraires-randonnee/de-golinhac-a-conques-par-le-gr65-29976431
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Nicht alle Pilger sind unbedingt mit der Nutzung von GPS oder der Navigation über das Smartphone vertraut, zumal es noch viele Gegenden ohne Internetverbindung gibt. Deshalb ist zur Erleichterung Ihrer Reise ein Buch über die Via Gebennensis durch die Haute-Loire auf Amazon erhältlich. Dieses Werk ist weit mehr als nur ein praktischer Reiseführer: Es begleitet Sie Schritt für Schritt, Kilometer für Kilometer, und bietet Ihnen alle nötigen Informationen für eine entspannte Planung ohne böse Überraschungen. Doch über die nützlichen Ratschläge hinaus entführt es Sie auch in die zauberhafte Atmosphäre des Weges – es fängt die Schönheit der Landschaften ein, die Erhabenheit der Bäume und das Wesen dieses spirituellen Abenteuers. Nur die Bilder fehlen – alles andere ist da, um Sie mitzunehmen auf diese Reise.
Ergänzend dazu haben wir auch ein zweites Buch veröffentlicht, das mit etwas weniger Detailtiefe, aber mit allen wesentlichen Informationen den gesamten Weg vom Le Puy-en-Velay bis nach St Jean-Pied-de-Port beschreibt. Sie haben die Wahl, welcher Strecke Sie folgen möchten.
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Wenn Sie nur die Unterkünfte der Etappe einsehen möchten, scrollen Sie direkt zum Ende der Seite.
Heute erwartet Sie Conques, die berühmte Etappe, auf die sich alle Pilger freuen, fast so wie Santiago de Compostela in Spanien. Bereits der lateinisch verfasste Pilgerführer des 12. Jahrhunderts beschreibt die Bedeutung dieses Ortes mit folgenden Worten: „Der kostbare Leib der seligen Fides, Jungfrau und Märtyrerin, wurde hier in einem Tal bestattet, das Conques genannt wird. Über ihrem Grab errichtete man eine prächtige Basilika, in der zur Ehre Gottes die Regel des heiligen Benedikt befolgt wird. Zahlreiche Gnaden werden dort sowohl Gesunden als auch Kranken zuteil.“ Heute teilen sich Touristen, Wanderer und Pilger den Ort Sainte-Foy, eine der schönsten Stätten Frankreichs. Viele französische Pilger gehen zunächst nicht weiter als bis Conques, zumindest wenn sie den Jakobsweg zum ersten Mal kennenlernen.
Sie befinden sich noch immer im Département Aveyron und folgen hoch über dem Lot dessen Talverlauf. Die heutige Etappe führt durch eine Landschaft, die vor allem von der Viehzucht geprägt ist. Ackerbau spielt hier nur eine untergeordnete Rolle. Sie erreichen nun das Ende des ersten Abschnitts Ihrer Reise. Morgen dringen Sie weiter in das Zentrum Frankreichs vor, mit dem Ziel Cahors. Zunächst gilt es jedoch, Conques zu erreichen, über asphaltierte Straßen und steinige Wege. Die Strecke hat ihren Kurs nach Norden endgültig verlassen und verläuft nun geradlinig nach Westen. Zunächst geht es in einem langen Abstieg von Golinhac nach Espeyrac. Nach einigen Etappen wird deutlich, dass sich das gleiche Muster immer wiederholt. Die Strecke führt stets hinunter in den Grund eines Tales, bevor sie wieder auf den nächsten Höhenrücken ansteigt. Von Espeyrac bis Conques sind es nur noch 14 Kilometer. Die Landschaft verändert heute mehrfach ihr Gesicht. Bis Espeyrac wandern Sie durch Wälder in einem tief eingeschnittenen Tal. Hinter Espeyrac scheint es dann fast, als würden Sie ein anderes Land betreten. Die Landschaft öffnet sich zu sanften Hügeln und weiten Wiesen, bevor sie erneut in das dunkle Tal von Conques eintaucht. Diese Etappe bietet somit eine bemerkenswerte Vielfalt an Landschaftsbildern.
Schwierigkeitsgrad der Strecke: Die heutigen Höhenunterschiede von +393 Metern und -716 Metern sind im Anstieg durchaus moderat, aber keineswegs zu unterschätzen. Vor allem prägen lange Abstiege diese Etappe. Zu Beginn erwarten Sie lediglich sanfte Wellen im Gelände, bis Sie Campagnac erreichen. Dort beginnt ein langer Abstieg auf Asphalt nach Espeyrac, den manche Pilger als etwas eintönig empfinden. Von Espeyrac aus muss Conques gleich zweimal verdient werden. Zunächst steht ein langer Anstieg von nahezu 300 Höhenmetern auf die Hochebene von Sénergues bevor. Es folgt ein langes, leicht ansteigendes Teilstück, ehe schließlich der ausgeprägte und oft beschwerliche Abstieg nach Conques beginnt.

Zustand des GR65: Die Abschnitte auf unbefestigten Wegen sind etwas weniger angenehm als die auf asphaltierten Straßen :
- Asphalt : 11.9 km
- Wanderwege : 8.6 km
Manchmal, aus logistischen Gründen oder wegen der Unterkunftsmöglichkeiten, kombinieren diese Etappen Strecken, die an verschiedenen Tagen zurückgelegt wurden, da wir diese Routen mehrmals durchlaufen haben. Daher können Himmel, Regen oder Jahreszeiten variieren. In der Regel ist dies jedoch nicht der Fall, und tatsächlich ändert es nichts an der Beschreibung der Strecke.
Es ist sehr schwierig, die Steigungen der Routen mit Sicherheit anzugeben, unabhängig davon, welches System Sie verwenden.
Für die tatsächlichen Höhenunterschiede lesen Sie bitte die Hinweise zur Kilometerangabe auf der Startseite noch einmal durch.

Abschnitt 1: Über Hügel und Täler auf der Hochebene von Golinhac

Überblick über die Schwierigkeiten der Strecke: Eine Strecke ohne besondere Schwierigkeiten.

| Der GR65 steigt zunächst kräftig auf einem steinigen Pfad an und führt dicht an den bescheidenen Chalets des Pôle Bellevue vorbei, die sich wie vergessene Zufluchtsorte an den Hang schmiegen. . |
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| Einige neugierige Esel begleiten den Pilger mit ihren Blicken noch bis an den Ortsrand von Golinhac, als wollten sie ihm vor dem Aufbruch einen letzten Gruß mit auf den Weg geben. |
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| Der Anstieg wird noch einmal deutlich steiler und führt auf eine kleine, vom Wind umspielte Hochebene, wo der Horizont plötzlich weit und frei erscheint. |
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| Schon bald verlässt der Weg die Anhöhen und setzt sich auf einer Asphaltstraße durch eine friedliche Landschaft fort. Unter dem Blätterdach mächtiger Eichen erscheint eine einsam gelegene Unterkunft, ein willkommener Rastplatz in dieser stillen Gegend von Golinhac. |
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| Wenig später beginnt nahe einem prachtvollen Steinkreuz, einem stillen Wächter am Wegesrand, ein schmaler Pfad. |
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| Ein schmales Band aus Erde schlängelt sich zwischen den Wiesen hindurch und taucht anschließend unter eine Gruppe von Eichen und Kastanienbäumen ein. Gewaltige Bäume, vermutlich mehrere hundert Jahre alt, säumen den Weg wie die Säulen einer grünen Kathedrale. Ihre majestätische Erscheinung erfüllt den Wanderer mit tiefer Ruhe und Gelassenheit. |
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| Hier pulsiert das Landleben. Hinter den üppigen Hecken verteilt sich das Vieh frei auf den leuchtend grünen Weiden. . |
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| Am Ende des kleinen Waldes führt der Weg sanft bergab zum Weiler Le Poteau, der still zwischen den Hügeln liegt. |
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| Die Strecke zwischen Estaing und Conques wird von zahlreichen alten Kreuzen gesäumt, stummen Zeugen der Frömmigkeit vergangener Jahrhunderte. Manche tragen sogar einen eigenen Namen. Dieses hier heißt l’Enseigne. |
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| Doch schon taucht erneut der Asphalt auf. In Le Poteau, wo der GR65 die Straße nach Entraygues kreuzt, sind es auf der Straße über Espeyrac noch neun Kilometer bis zum Ziel, etwas mehr, wenn Sie die Nebenwege wählen. |
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| Anschließend führt der GR65 auf einer kleinen Asphaltstraße in Richtung des Dorfes Les Albusquiès. Zwischen leuchtendem Ginster und dunklen Kiefern treten breite Granitbänke zutage, wie die Knochen einer uralten Erde. |
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| Die heutige Etappe führt, das muss man zugeben, durch Landschaften von außergewöhnlicher Schönheit, auch wenn der Asphalt den Pilger etwas zu häufig begleitet. Glücklicherweise begegnen Ihnen auf diesem Abschnitt kaum Fahrzeuge. Und immer wieder verlässt der GR65 die Straße, um unter das Blätterdach der Bäume einzutauchen und den ursprünglichen Zauber echter Erdwege wiederzufinden. So auch hier. |
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| Ein breiter Weg führt nun in einen Fichtenwald hinein und steigt kräftig an. Der harzige Duft erfüllt die Luft und verleiht den müden Beinen neue Kraft. |
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| Bald verlässt der Weg den Wald wieder und verläuft entlang der Hecken, die die Weiden begrenzen, geschützt von mächtigen Eichen und Kastanienbäumen mit ihren weit ausladenden Kronen. |
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| Danach führt der Weg sanft hinab zum friedlichen Weiler Les Albusquiès, eingebettet in eine ländliche Landschaft, in der Stille, saftige Wiesen und die Gelassenheit vergangener Zeiten vorherrschen. |
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| Zwei weitere prachtvolle Kreuze begleiten die Strecke, eines aus Metall, das andere aus Stein, in diesem ruhigen Bauerndorf, in dem Granit und Sandstein eine beinahe selbstverständliche Harmonie bilden. |
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| Eine kleine Straße führt anschließend unterhalb des Dorfes und seiner schönen Steinhäuser bergab, die zwischen Eichen und Silberpappeln eingebettet liegen. |
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| Weiter unten weicht der Asphalt einem steinigen Untergrund. Der Weg fällt zunächst kräftig ab und wird anschließend sanfter, während er durch die Wiesen verläuft und den Hecken folgt wie ein alter, zwischen den Weiden vergessener Pfad. |
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| Der Ackerbau spielt in dieser von der Viehzucht geprägten Region nur eine geringe Rolle. Glücklicherweise haben die Bauern diese Landschaft nicht vollständig eingeebnet, wie es andernorts oft geschehen ist. Das kostbare, feuchte Bocage mit seinem dichten Netz lebender Hecken blieb hier erhalten und verleiht der Landschaft ihren unverwechselbaren Charakter. |
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| In diesen wahren Trichtern aus smaragdgrünem Bewuchs herrschen die Eichen uneingeschränkt. Doch das Auge entdeckt ebenso anmutige Birken, kräftige Kastanienbäume, majestätische Buchen, Haselsträucher und Hainbuchenhecken, die gemeinsam einen Wald von unzähligen Farbschattierungen bilden. |
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| Etwas weiter steigt ein Pfad leicht durch einen dunklen und beinahe unberührten Buchenwald an, in dem das Licht nur mühsam durch die dichten Baumkronen dringt. Bei Regen verwandeln sich diese Wege in regelrechte Schlammpisten, auf denen jeder Schritt den Pilger ein Stück weiter aus seiner gewohnten Bequemlichkeit herausführt. |
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| Nachdem Sie einen bescheidenen Nebenbach der Daze überquert haben, der sich beinahe unauffällig in die Landschaft einfügt, erreicht der Weg wieder grüne Wiesen und Laubhecken, die sich im Wind der Höhen sanft bewegen. |
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| Doch dieses kurze Stück auf festem Erdboden währt nicht lange. Schon wenig später erreicht der GR65 erneut die Asphaltstraße, den treuen, wenn auch manchmal etwas eintönigen Begleiter dieser langen Etappe. |
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| Die Strecke führt anschließend in einen ruhigen Wald hinein, der von schlanken Birken und mächtigen Buchen geprägt wird. Zwischen moosbedeckten Granitblöcken entdeckt der Wanderer einen Picknickplatz und sogar eine unauffällige Trockentoilette, die beinahe im Wald verborgen liegen. |
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| Dann verlässt die Straße den Wald, durchquert Weideland und steigt langsam zum Höhenrücken hinauf. Was den Pilger hier mitunter ermüdet, sind die langen Asphaltabschnitte, die den GR65 begleiten. Wer jedoch am Vortag von Estaing aus dem GR6 gefolgt wäre, hätte deutlich mehr Waldpfade und ursprüngliche Wege kennengelernt. |
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| Plötzlich öffnet sich die Landschaft. Der Anstieg wird kräftiger und erreicht stellenweise fast 15 % Steigung. Entlang der Hecken mit ihren Hagebuttensträuchern erhebt sich hier und da die einsame Silhouette einer alten, vom Wind gezeichneten Eiche. |
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Abschnitt 2: Ein langer Abstieg nach Espeyrac

Überblick über die Schwierigkeiten der Strecke: sOft verläuft die Strecke mit deutlichem Gefälle auf Asphalt, unterbrochen von einigen flacheren Abschnitten.

| Die Straße wird Ihnen vermutlich endlos erscheinen, bevor Sie den Höhenrücken erreichen. Sie erinnert hier an jene langen Bergauffahrten, auf denen Lastwagen nur mühsam vorankommen und sich langsam hintereinander einreihen. Auch die Pilger ziehen sich nach und nach auseinander und bilden eine lange Reihe, während jeder seinen eigenen Rhythmus und Atem findet. Auf ebenem Gelände gleichen sich die Schritte oft an, doch Anstiege und Abstiege zeigen rasch die Stärken und Schwächen eines jeden. |
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| Oben auf der Höhe entdecken Sie vielleicht einige Wasserbüffel, die in der Weite der über fünfzig Hektar großen Weiden nach etwas Kühle suchen. Mehr als fünfzig Muttertiere grasen hier friedlich. Sie befinden sich nun ganz in der Nähe von Bessoles. Einen Kilometer weiter unten erwartet den Wanderer auf einem Bauernhof eine Pilgerherberge.
Hier treffen auch die Wege des GR65 und des GR6 wieder zusammen, wie zwei Flüsse, die ihre Wasser vereinen. |
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| Doch diese Landschaft wird nicht nur von friedlichen Wasserbüffeln bewohnt. Ist es angesichts dieses mächtigen Bullen mit seinem kräftigen Nacken und seinem dunklen Blick nicht klüger, ihn aus sicherer Entfernung hinter dem Stacheldraht zu bewundern? |
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| Von hier an beginnt der lange Abstieg nach Espeyrac. Leider verläuft er fast vollständig auf Asphalt. Doch der Pilger ist zum Wandern geschaffen, ob ihn das erfreut oder ob er die kleinen Waldpfade vermisst, die sich so behutsam unter den Baumkronen durch die Landschaft ziehen. Der Weg bestimmt die Richtung, und der Pilger folgt ihm, das ist das stille Gesetz der Straße. Ohne unnötiges Klagen und ohne leises Murren über Staub oder Asphalt. Zunächst beschreibt die Fahrbahn einen scharfen Bogen und erreicht zwischen den verstreut liegenden Höfen von Campagnac beinahe fünfzehn Prozent Gefälle. |
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| Anschließend beschreibt die Straße ein weites S zwischen Wiesen und Hochwald. Neben Eichen, Kastanienbäumen und Buchen wachsen hier auch hohe Eschen. In dieser Viehzuchtregion pflanzten die Bauern diese großzügigen Bäume seit jeher, weil ihre Früchte einst eine wertvolle Ergänzung des Viehfutters darstellten. An diesem strahlenden Frühherbsttag steigt der Nebel langsam aus dem Tal empor, während die Straße in den tiefen gelegenen Wiesen eine breite, beinahe unwirkliche Arabeske zeichnet. |
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| Campagnac ist auch ein Dorf großer Bauernhäuser aus sorgfältig behauenem Sandstein und hellem Kalkstein, solide errichtet wie Festungen, die den Jahrhunderten trotzen. |
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| Die Straße setzt ihren gleichmäßigen Abstieg unter dem Blätterdach der Bäume fort, in einer feuchten Frische, in der die Schritte kaum hörbar sind. |
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| Noch weiter unten beschreibt sie eine weitere große Schleife. Auf dieser stillen Straße scheint kaum ein Fahrzeug unterwegs zu sein, während sich der Wanderer langsam dem Nebelband nähert, das sich wie ein grauer Fluss durch den Talgrund zieht. |
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| Heute führt die Strecke mitten durch ein wahres Nebelmeer auf der Höhe der abgelegenen Höfe von Orsière. In diesem grauen, sich ständig bewegenden Schleier fühlt man sich beinahe wie in einer schottischen Heidelandschaft. Die Zeit scheint stillzustehen, während jeder darauf hofft, dass die Sonne den Nebel allmählich auflöst, so wie Gespenster mit den ersten Strahlen des Tages verschwinden. |
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| Etwas weiter unten beschreibt die Straße eine letzte große Schleife, bevor sie ihren Weg zwischen Licht und Schatten fortsetzt. Das Tal ist hier tief eingeschnitten, und am frühen Morgen gelingt es der Sonne oft nur mühsam, über die Hänge hinweg bis auf den Talgrund vorzudringen. |
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| Bald erreicht die kleine Straße Le Soulié, wo eine schlichte, herzliche christliche Pilgerherberge den Wanderer willkommen heißt und Gelegenheit zur Einkehr und Erholung bietet. |
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| Nun haben Sie den Nebelschleier erreicht, der das Tal zu dieser frühen Tagesstunde noch immer umhüllt. |
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| Le Soulié besteht aus einer erstaunlichen Handvoll großer Steinhäuser, massiv und unbeweglich, erbaut, um unter ihren schweren Schieferdächern den Jahrhunderten zu trotzen. Dem herben Charme dieser alten Mauern voller Erinnerung und Stille kann man sich kaum entziehen. |
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| Selbst die Hühner scheinen sich in diesem friedlichen Bergwinkel wohlzufühlen, wo alles in einem längst vergessenen Rhythmus zu leben scheint. . |
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| Und die Straße führt unermüdlich weiter bergab. Seit Le Soulié wird das Gefälle allerdings für mehr als einen Kilometer etwas sanfter. Mit jeder Kurve dieser gewundenen Straße dringt der Wanderer tiefer in das enge Tal ein. Überall quillt das Leben der Pflanzen hervor, Moose, ineinander verschlungene Äste, verwildertes Buschwerk zwischen knorrigen Eichen, alten Kastanienbäumen und jungen Buchen. |
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| In dieser von Chlorophyll erfüllten Welt schwankt die Straße ständig zwischen kühlem Schatten und hellen Lichtinseln. Stellenweise mischen sich einige Nadelbäume, vor allem Fichten, unauffällig unter die große Zahl der Laubbäume. |
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| Weiter unten erreicht die Straße den Weiler Carboniès, wo der rohe Stein auf den Fassaden der Bauernhäuser noch immer schimmert, als halte er das Licht dieser Landschaft fest. |
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| Hier atmet alles die Welt der Bauern. Beim Anblick der Ställe, Wiesen, Scheunen und Hohlwege rund um die Häuser erkennt man sofort einen Ort, dessen Leben vollständig von der Landwirtschaft und dem Wechsel der Jahreszeiten geprägt wird. |
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| Noch etwas weiter unten scheinen selbst die Blumentöpfe die Häuser verlassen zu haben und hinaus aufs Land gezogen zu sein. |
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| Ab dem Weiler verlässt der GR65 für eine Weile die Straße und führt die Pilger auf einen Pfad, der sanft unter Kastanienbäumen und Buchen ansteigt. Kaum jemand wird sich darüber beklagen, denn der Ruf des Waldes ist hier nahezu unwiderstehlich. |
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| Schon bald beginnt der kleine Weg zwischen dichtem Gestrüpp zu schlängeln. Er windet sich unter den hohen Kronen der mächtigen Laubbäume durch die stille Kühle des Waldes, wo kaum mehr zu hören ist als das Rascheln der Blätter. |
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| Kurz darauf erreicht der Pfad noch einmal für einen Augenblick die Straße, die er erst wenige Minuten zuvor verlassen hatte, als gönne er sich eine kurze Pause, bevor er erneut in den Wald eintaucht. |
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| Doch diese Unterbrechung dauert nicht lange. Schon bald verlässt der Weg die Straße erneut und verschwindet wieder im Schatten und in der Dichte des Waldes. |
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| Hier wird alles dunkler. In diesem dichten Wald scheinen die eng beieinanderstehenden Bäume den Horizont vollständig zu verschließen. Unter Kastanienbäumen, Eichen und Buchen wird das Gefälle erneut stärker und erinnert den Pilger auf diesem anspruchsvollen Abstieg daran, dass die Strecke ihre Herausforderungen niemals lange ruhen lässt. |
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| Von nun an begleitet Sie ein weiterer Wanderpfad, der beinahe geheimnisvoll aus dem Nichts auftaucht und sich für eine Weile Ihrer Strecke anschließt. |
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| Noch weiter unten wird das Gefälle ausgesprochen steil und überschreitet stellenweise fünfzehn Prozent. Mitten in einer üppigen Vegetation hört man tief unten das leise Murmeln eines unsichtbaren Baches, der unter Farnen und moosbedeckten Steinen dahinfließt. |
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Abschnitt 3: Der GR65 steigt wieder auf die Hochebene hinauf

Überblick über die Schwierigkeiten der Strecke : Ein ständiges Auf und Ab mit ausgeprägteren Steigungen beim Verlassen von Espeyrac und vor allem beim Anstieg nach Sénergues.

| Der Weg führt allmählich zum Bach hinab. In diesen tiefen Wäldern bleiben Eichen und Kastanienbäume meist eher klein, da sie dicht nebeneinander wachsen und in einem stillen Wettbewerb um das Licht stehen. Erst an den Rändern der Lichtungen entfalten sie ihre ganze Größe und treten dort in Konkurrenz zu den mächtigen Eschen, die gewöhnlich an den Waldrändern stehen. Vergessen Sie nicht, dass der Wald ein lebendiger und zutiefst sozialer Organismus ist. Die Bäume tauschen unablässig unsichtbare Botschaften aus, um ihr gemeinsames Überleben bestmöglich zu sichern. Nichts geschieht zufällig. Trotz seines wilden Erscheinungsbildes ist der Wald niemals chaotisch. |
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| Am Grund des kleinen Tals, wo Moose und Flechten jeden Stein und jeden Stamm überziehen und sich zwischen den feuchten Farnen ausbreiten, fließt ruhig ein kleiner Nebenbach der Daze, ein unscheinbares Rinnsal, das im Schatten der Vegetation beinahe verschwindet. |
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| Ein schmaler Pfad verlässt nun den Bach und steigt den Hügel hinauf, der Espeyrac überragt. |
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| Schon bald erreicht der Weg den Ortseingang des Dorfes, das wie ein steinernes Nest auf seiner Anhöhe über der Landschaft thront. |
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| Anschließend führt der GR65 hinunter zum Platz vor der Kirche, an dem sich die Gemeindepilgerherberge befindet. In der stillen Kühle des Gotteshauses begegnen Sie vielleicht einer Dorfbewohnerin mit einem schweren eisernen Schlüssel in der Hand. Sie schließt jeden Abend die Kirche ab. Gottesdienst wird hier nur noch alle drei Monate gefeiert, ein stilles Zeichen dafür, dass das religiöse Leben auf dem Land inzwischen einem anderen Rhythmus folgt. |
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| In Espeyrac, einem kleinen Dorf mit rund zweihundertvierzig Einwohnern, finden Sie ein Lebensmittelgeschäft sowie ein Hotel mit Restaurant. Eine Bäckerei gibt es nicht, was in Frankreich fast alles über die Bescheidenheit des Ortes aussagt. Brot wird im Lebensmittelgeschäft verkauft. Dennoch sind die Pilger stets dankbar für diese seltenen Etappenorte, an denen sie einkehren und neue Kräfte sammeln können. Die Gassen des Dorfes besitzen viel Charme, und Granit sowie Sandstein treten überall zutage, als dränge der Fels selbst aus dem Inneren der Erde an die Oberfläche. |
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| Beim Verlassen von Espeyrac führt eine kleine Straße sanft zum Grund des Tales hinab. |
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| Schon bald erreicht sie die Daze, diesen kleinen Fluss, der sich gemächlich durch das Tal schlängelt und ruhig zwischen den Gräsern und den Steinen seines feuchten Bettes dahinfließt. |
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| Kaum haben Sie den friedlichen Wasserlauf überquert, richtet sich der Weg am gegenüberliegenden Talhang steil auf. Zwischen knorrigen Wurzeln und großen Steinen steigt er unter den Bäumen kräftig an und erinnert den Pilger daran, dass jedes Tal zweimal verdient werden muss, beim Abstieg ebenso wie beim Wiederaufstieg. |
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| Einige schöne Steinhäuser klammern sich noch immer an den Hang, fest und schweigsam, als wären sie eins mit dem Berg selbst. |
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| Hier beherrschen die Laubbäume die Landschaft uneingeschränkt. Kräftige Eichen, jahrhundertealte Kastanienbäume mit ihren knorrigen Stämmen und junge Buchen bilden einen dichten Wald, in dem das Licht nur mühsam seinen Weg findet. |
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| Tief unter Ihnen verschwindet Espeyrac mit seinen grauen Granit- und Schieferdächern allmählich hinter den Bäumen und den Falten des Tales. |
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| Der Anstieg bleibt anspruchsvoll und erreicht häufig Steigungen zwischen fünfzehn und zwanzig Prozent, bis der Weg die mächtigen Eichen nahe dem Weiler La Vitanderie erreicht. Dort wird die Anstrengung unter den hohen Baumkronen beinahe zu einer stillen Meditation. |
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| Hier verlässt der GR65 den Erdweg und folgt einer kleinen Straße, die zu den wenigen Häusern des Weilers hinaufführt. Bald erscheint links die Departement Straße D42, die sich wie ein unauffälliger Leitfaden durch die Hügel in Richtung Conques zieht. |
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| Weiter oben verlässt der GR65 erneut den Asphalt und erreicht wieder einen Pfad, der tief in den wilden Wald hineinführt, fern der Straßen und der bewohnten Welt. |
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| Der Weg windet sich im Anstieg unter den Eichen dahin, zwischen hohem Gras, auf dem gelegentlich einige friedliche Kühe weiden, ruhige Gestalten inmitten des satten Grüns der Landschaft. |
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| Noch etwas höher überquert der Weg den kleinen Bach von Tayrac, ein schmales Rinnsal, das verborgen unter dem Blätterdach und der Stille des Waldes fließt. |
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| Nachdem Sie das helle Murmeln des Baches hinter sich gelassen haben, folgt der GR65 dem Verlauf der Departemen Straße D42. |
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| Nun beginnt ein etwa einen Kilometer langer Anstieg auf Asphalt. Aus Rücksicht auf die Pilger wurde jedoch entlang der Straße ein Erdstreifen angelegt, der wie eine stille Einladung wirkt, den Weg fortzusetzen, ohne den eigentlichen Jakobsweg ganz verlassen zu müssen. |
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| So erreicht der GR65 den ruhigen Weiler Célis. |
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| Célis besteht aus kaum mehr als einer Reihe massiver Steinhöfe, die wie ländliche Wächter am Straßenrand stehen und den Jahrhunderten trotzen. |
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| Hier beginnt der kräftige Anstieg nach Sénergues, nahezu ein Kilometer Anstrengung unter dem bewegten Blätterdach der Laubbäume. |
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| Der Weg, bald erdig, bald von widerspenstigen Steinen übersät, nimmt nun den Hügel in Angriff und schlängelt sich entlang der Hecken den Hang hinauf. |
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| Schlanke Buchen und majestätische Eichen erheben ihre edlen Kronen dem Himmel entgegen. Zwischen diesen mächtigen Bäumen behaupten sich die Kastanienbäume bescheiden und nutzen jede Lücke, die das Licht ihnen schenkt. |
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| Stellenweise erreicht die Steigung beinahe zwanzig Prozent und fordert Beine und Atem gleichermaßen heraus. Doch die Schönheit der Landschaft mildert sofort die Härte der Anstrengung. |
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| Manchmal verengt sich der Weg zu einem beinahe geheimen Durchgang, an anderer Stelle öffnet er sich zu den Hängen hin. Doch der Anstieg gibt seine Herrschaft niemals wirklich auf. |
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| Weiter oben werden die großen Bäume allmählich seltener. Böschungen voller leuchtendem Ginster, wilder Brombeeren und hoher Gräser treten an ihre Stelle. |
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| Noch einige Schritte gegen die Steigung, noch eine letzte Anstrengung, dann folgt endlich die Erlösung. Für viele Pilger beginnt sie dort, wo der Weg in der Nähe des Friedhofs von Sénergues wieder auf die Straße trifft. Und nach einem solchen Anstieg erscheint ein Ort der ewigen Ruhe beinahe als die verlockendste Möglichkeit, für einen Augenblick zu verschnaufen? |
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| Nur wenige Schritte vom Friedhof entfernt erscheint Sénergues. Schon beim ersten Blick behauptet das Dorf seine Präsenz durch den hoch aufragenden Turm und den Glockenturm seiner Kirche, die weithin über die Umgebung blicken. In dieser von der Geschichte geprägten Region haben sich zahlreiche Reste alter Befestigungen erhalten, stille Zeugen unsicherer Jahrhunderte. Der quadratische Turm, der während des Hundertjährigen Krieges errichtet wurde, sollte einst die Einwohner gegen die sogenannten Engländer schützen, vor allem aber gegen Söldner und Plünderer, die die Wege unsicher machten. |
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| Die heutige Kirche stammt aus dem 16. Jahrhundert. Sie ist lichtdurchflutet, mit bemerkenswerten modernen Glasfenstern geschmückt und dem heiligen Martin geweiht. |
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| Auf seinem felsigen Sporn gelegen bietet Sénergues mit seinen rund fünfhundert Einwohnern das Bild eines friedlichen Dorfes, dessen mächtige Häuser sich um den Platz der Kirche gruppieren wie um einen unveränderlichen Mittelpunkt. Stein ist hier allgegenwärtig, doch die Gebäude verraten eine modernere Bauweise, bei der Zement eine größere Rolle spielt als die alten ländlichen Bautechniken. Der GR65 führt durch dieses gastfreundliche Dorf, in dem der Pilger ohne Mühe eine Möglichkeit findet, einzukehren und neue Kräfte zu sammeln. |
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| Anschließend verlässt die Strecke die Straße und steigt erneut an. In Serpentinen windet sie sich oberhalb von Sénergues den Hang hinauf. Die Steigung macht ihrem Ruf alle Ehre und erreicht stellenweise beinahe zwanzig Prozent, was den Wanderer nochmals kräftig fordert. |
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| Der Weg zieht sich am Hang zwischen den Häusern der oberen Dorfteile entlang, bevor er eine für Pilger eingerichtete Schutzhütte erreicht. Diese bescheidenen Rastplätze, die in größeren Abständen entlang des Weges verteilt sind, leisten wertvolle Dienste. Dort finden Sie Wasser, häufig Toiletten und manchmal einfache Trockentoiletten. In manchen Nächten bieten diese Unterstände auch den mittellosesten Pilgern einen unauffälligen Schlafplatz. |
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| Von der Pilgerherberge an übernimmt der Erdweg wieder vollständig die Landschaft und führt mit einem weiterhin kräftigen Anstieg in den Wald hinein. Wunderschöne Kastanienbäume wachsen hier neben majestätischen Buchen und mächtigen Eichen. Doch bereits erscheinen zwischen ihnen die dunklen Silhouetten der ersten Nadelbäume. |
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| Allmählich wird die Steigung schließlich sanfter, als der Weg die Hochebene am Waldrand erreicht, entlang wilder Hecken, die von leuchtenden Hagebutten übersät sind. |
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Abschnitt 4: Über Hügel und Täler auf der Hochebene

Überblick über die Schwierigkeiten der Strecke: Eine angenehme Wanderung auf der Hochebene.

| Hier ist der Anstieg beendet, und der GR65 beginnt auf dem festgetretenen Erdweg am Rand des Staatswaldes von Sénergues sanft auf und ab zu führen. Er verläuft entlang von Stacheldrahtzäunen, was auf eine gewisse Anwesenheit von Tieren schließen lässt, auch wenn das Vieh zu dieser Jahreszeit nur in geringer Zahl vorhanden oder beinahe ganz verschwunden ist. Auch Bauernhöfe sind in dieser Gegend eher selten. |
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| Der schöne Weg durchquert .nun eine weite Hochebene, mitten durch die Wiesen und entlang der Hecken. Zwischen den Laubbäumen der Region wurden prachtvolle Douglasien gepflanzt, die hoch zum Himmel emporragen |
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Manche Kreuze am Weg sind schlichter gestaltet, besitzen jedoch eine starke symbolische Bedeutung. Der Jakobsweg ist auch der Weg der kleinen Steine, die zu Füßen der Kreuze und Statuen niedergelegt werden. Diese jahrtausendealte Tradition, die sich auch bei Muslimen auf dem Weg nach Mekka findet, soll daran erinnern, dass Pilger gemeinsam Berge versetzen können. Wahrscheinlich steht das Symbol jedoch vor allem für die Anstrengungen und Opfer, zu denen der Pilger bereit ist. So nimmt er in Le Puy kleine Steine auf und legt sie entlang der Strecke nieder, wie einzelne Perlen eines Rosenkranzes, die mit Gebeten erfüllt sind. Bisweilen gehört auch das Geheimnisvolle zu dieser Überlieferung. Es heißt, die Steine würden schwingen und die Kreuze stünden an Orten mit einer besonders starken Schwingungskraft. Wenn der Pilger seinen mit Gebeten erfüllten Stein dort niederlegt, tritt er in Gemeinschaft mit den Tausenden von Pilgern, die vor ihm ebenfalls ihre kleinen Steine am Fuß des Kreuzes abgelegt haben. Das Gebet, das er seinem Stein anvertraut hat, soll dann im Einklang mit dem Universum weiterschwingen.

| Weiter vorn scheint ein einsamer Bauernhof die Weite der Landschaft ganz für sich allein einzunehmen, wie verloren inmitten dieser stillen Ländereien. |
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| Der Weg verlässt nun den Waldrand und erreicht eine erste Kreuzung mit der Straße. Doch noch immer verweigert er sich dem eintönigen Komfort des Asphalts. Der breite Erdweg wird allmählich schmaler und verwandelt sich bald in einen grasbewachsenen Pfad, bald in eine steinige Spur voller kleiner Felsen. Die Landschaft selbst verändert sich dabei kaum. Eine Wiese folgt auf die nächste, in einer sanften ländlichen Gleichförmigkeit. Ackerflächen sind in dieser Region seltener, auch wenn hier und da einige Parzellen zu erkennen sind. Zu dieser Jahreszeit lässt sich allerdings nur schwer erraten, was dort angebaut wird. |
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| Der Weg schlängelt sich durch die Landschaft und folgt den Stacheldrahtzäunen, die die Felder in schlichte Parzellen unterteilen. Gelegentlich erscheinen einige verkümmerte Eichen, die von Wind und Jahreszeiten verformt wurden. |
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So führt der Weg weiter, bis er erneut die Straße nach Conques erreicht. Hier breitet sich eine Kreuzung aus, an der es beinahe mehr Straßen als Pilger zu geben scheint. Es ist daher besser, genau auf die richtige Richtung zu achten. Wenn die Markierung des GR undeutlich oder kaum sichtbar wird, empfiehlt es sich, noch einige Dutzend Meter weiterzugehen und nach den bekannten rot-weißen Zeichen Ausschau zu halten. Bleiben sie verschwunden, haben Sie sich verirrt. Dann sollten Sie ohne Zögern umkehren, bevor aus einem kleinen Irrtum ein echtes Verirren wird.
Man kann es nicht oft genug wiederholen: Der Jakobsweg pflegt eine deutliche Vorliebe für Umwege und Änderungen der Streckenführung, besonders wenn Straßen betroffen sind. Auch hier verschmäht er die kleine Departement Straße und zieht zunächst eine unauffällige, beinahe verborgene Gemeindestraße vor, bevor er etwas weiter wieder auf jene Straße trifft, die er scheinbar endgültig verlassen hatte. |
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| Keine Menschenseele scheint diese vergessenen Höhen zu bewohnen. Das Land wirkt den Winden, den Weiden und der Stille überlassen. Nur einige Kühe, gelassene Wächterinnen der Weideflächen, heben gleichgültig den Blick zum vorüberziehenden Wanderer. |
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| Kurz darauf verlässt der GR65 das Asphaltband und folgt einem breiten Weg aus Erde und Gras, der lange durch die Landschaft führt, bevor er weit entfernt und beinahe widerwillig erneut auf die Departement Straße trifft. |
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| Weiter vorn verlässt der Weg die offenen Flächen und führt in eine kühlere Gegend, in der die Feuchtigkeit kleine Gehölze und Unterholz nährt. Nichts wirkt hier jedoch wild oder undurchdringlich. Die Natur bewahrt eine beinahe gezähmte Sanftheit. |
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| Doch bald erreicht der Weg erneut die offenen Weiten und durchquert eine Landschaft aus lichtem Buschwerk, verblichenen Wiesen und beinahe steppenartigen Flächen zwischen Ginster und Farnen. |
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| Der Erdweg schlängelt sich zwischen wilden Hecken hindurch, wie ein leise gemurmeltes Geheimnis der Landschaft selbst. Zu beiden Seiten scheinen Büsche und Brombeerhecken über diese friedliche Gegend zu wachen, in der die Zeit allmählich ihre Eile verliert. Es ist ein bescheidenes, helles Land, das weder Glanz noch Größe sucht, dem Wanderer jedoch eine seltene Form der Ruhe schenkt, wie ein langer Atemzug im Herzen der ländlichen Welt. |
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| Schließlich erscheint hinter den Hügeln wieder die Straße nach Conques. Der Weg erreicht nun die D42, die ihn von hier an über viele Kilometer hinweg begleiten wird. |
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| Beim Wandern auf dem Jakobsweg versteht man recht schnell, dass viele Abschnitte kaum noch etwas mit den Wegen des Mittelalters gemeinsam haben. Der moderne Mensch hat seine Spuren hinterlassen, hier und da Asphalt verlegt und neue Gemeindestraßen geschaffen, damit Traktoren oder Vieh passieren können. Häufig wandert der Pilger heute genau auf diesen Straßen. Hier endet nun der Gemeindeverbindungsweg, und die Traktoren kehren auf dem Asphalt zu ihrem Ausgangspunkt zurück. Sie ebenfalls! |
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| Nun bleibt nichts anderes übrig, als auf dem Asphalt oder auf dem schmalen Streifen aus Erde und Gras einen Schritt vor den anderen zu setzen. Die Pilger sind in dieser Frage geteilter Meinung. Jeder folgt seinen eigenen Vorlieben. Dabei herrscht auf dieser Straße keineswegs starker Verkehr. Die Touristen, die Conques besuchen, kommen nur selten über diese Strecke. |
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| Da der Wanderer seine Aufmerksamkeit nicht ständig auf die Steine des Weges richten muss, kann er den Blick auf die Kreuze am Straßenrand und auf die prachtvollen Bäume richten, die hier wachsen. Bald erreicht die Straße den kleinen Ort „Croix de Souquayrie“. Im Mittelalter befanden sich hier ein Leprosenhaus, ein Hospital und eine dem heiligen Rochus geweihte Kapelle. Von diesem einst bedeutenden Pilgerort ist heute kein einziger Stein mehr erhalten. |
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| Und wieder zieht sich die Straße dahin, lang und unerbittlich. Selbst die schönen Aubrac-Rinder scheinen Mitleid mit uns zu haben. |
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Abschnitt 5: Noch einige letzte Höhen und Tiefen vor dem anspruchsvollen Abstieg nach Conques

Überblick über die Schwierigkeiten der Strecke : Conques will verdient sein. Ein Blick auf das Höhenprofil und die Höhenunterschiede genügt.

| Und die Straße zieht sich beharrlich dahin, beinahe eintönig auf ihrer langen Querung der Hochebene. Dennoch wird der Blick nicht müde. In den Wiesen erscheinen regelrechte Gruppen von Kastanienbäumen mit ihren dichten, dunklen Kronen, begleitet von einigen verstreut stehenden Kiefern, deren dunkle Silhouetten sich klar gegen den hellen Himmel abzeichnen. |
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| Etwas weiter wurde unmittelbar neben der Straße zwar ein Erdweg angelegt, als wolle man dem Wanderer die Illusion eines ländlicheren Pfades vermitteln. Doch der Eindruck täuscht kaum. Ob man will oder nicht, die Straße bleibt allgegenwärtig und vermittelt stets das Gefühl, ihr zu folgen. |
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| Seien Sie jedoch beruhigt. Der Verkehr ist hier nahezu nicht vorhanden. Und wenn Sie aus Bequemlichkeit oder Ermüdung den Pfad für einen Augenblick verlassen und auf dem Asphalt weitergehen, werden Sie dort kaum etwas anderem begegnen als der Stille und dem Wind. |
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| Schon bald erreichen der Pfad und die Straße gemeinsam den kleinen Ort Fontromieu. |
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Hier verlässt der GR65 endlich die Departement Straße D42, die weiter nach Conques hinabführt. Der Name Fontromieu bedeutet „Quelle der Pilger“. Das Wort „romieu„ bezeichnete ursprünglich einen Pilger auf dem Weg nach Rom und wurde später zur Bezeichnung jedes Pilgers, unabhängig von seinem Ziel. Doch an diesem vielversprechenden Ort ist heute nichts mehr geblieben, kein Dorf, keine menschliche Präsenz und nicht einmal jene Wasserquelle, die weiter vorne auf der Strecke angekündigt wird.

| Dennoch verlässt der GR65 den Asphalt noch nicht. Er folgt der kleinen Straße in Richtung St Marcel oberhalb von Conques. Sie zieht sich geradeaus unter Kastanienbäumen, Eichen und Eschen dahin, in jenem sanften Licht, das für die Hügel des Rouergue so typisch ist. |
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| Anschließend durchquert sie den landwirtschaftlichen Betrieb Le Périe, mitten zwischen Wiesen und Feldern. |
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| Dann steigt die Straße weiter an, gerade und still, durch eine Landschaft, die ganz von der Landwirtschaft geprägt ist. Hier scheinen selbst die Flurnamen aus den Bauernhöfen hervorgegangen zu sein. Rund um Conques besitzt die Erde häufig eine rötliche Färbung. Nach Regenfällen fließt blutroter Schlamm in die Straßengräben und überzieht die Wegränder mit einem klebrigen Film. Es ist der alte rote Sandstein dieser Gegend, der der Landschaft ihre besondere Farbe verleiht. |
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| Am Ende des Anstiegs erscheint St Marcel. |
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| Hier versammeln sich die Pilger oft vor dem großen Abstieg nach Conques. Das Dorf wirkt zeitlos, mit nur wenigen Häusern, Wiesen, Wäldern und jener ländlichen Stille, die die Höhen umgibt. Man kann sich gut vorstellen, wie die Pilger vergangener Jahrhunderte hier noch einmal Atem schöpften, bevor sie in das Tal von Conques hinabstiegen. Eine Wasserstelle und einige mobile Erfrischungsstände beleben den Ort gelegentlich. Dann versammeln sich hier erstaunlich viele Pilger, an manchen Tagen mehr als zweihundert, ein Bild, das auf den französischen Jakobswegen eher ungewöhnlich ist. Der Grund dafür ist einfach. Conques liegt nur noch einen kurzen Weg entfernt, und kaum jemand möchte so nahe am Ziel vorbeigehen, ohne dort Halt zu machen. Während sich die Pilger auf anderen Etappen allmählich verteilen, summt St Marcel im Sommer wie ein Bienenstock. Bereits Anfang Herbst kehrt jedoch wieder Ruhe ein. Mitte Oktober begegnet man auf dem Weg nach Conques manchmal kaum mehr als dreißig Pilgern am Tag. |
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| Der Ort bleibt bescheiden und beinahe weltabgeschieden, ist jedoch tief mit der Geschichte der Pilgerfahrt verbunden. Eine erste Kirche wurde vermutlich im 16. Jahrhundert neu errichtet. Von diesem Bau blieb lange Zeit nur eine der Muttergottes geweihte Kapelle erhalten. Im 19. Jahrhundert war die Kirche einsturzgefährdet und wurde gegen Ende des Jahrhunderts fast vollständig neu aufgebaut. Nichts beeindruckt hier durch Größe. Alles spricht vielmehr von Schlichtheit, Bescheidenheit und jener stillen Beständigkeit, die die Pilgerwege seit Jahrhunderten begleitet. |
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| Der Abstieg nach Conques beginnt jedoch noch nicht. Die kleine Asphaltstraße folgt noch eine Zeit lang dem Höhenrücken, zwischen zahlreichen Walnussbäumen und einigen seltener gewordenen Kastanienbäumen. Letztere scheinen die kühleren Höhen verlassen zu haben, um in der milderen Wärme des tief eingeschnittenen Tales Zuflucht zu suchen. |
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| Langsam nähert sich die Strecke Conques auf dieser beinahe menschenleeren Hochebene. Nach und nach zeichnet sich tief unter Ihnen das gewaltige natürliche Amphitheater ab, in dem das Dorf zwischen dunklen Schieferhängen, Eichen und Kastanienbäumen ruht. An den Böschungen wachsen Heidekraut, Wacholder und Stechginster, widerstandsfähige Pflanzen der kargen Böden. Die Brennnesseln verraten ihrerseits unmissverständlich die anhaltende Feuchtigkeit dieser Landschaft. |
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| Noch einige hundert Meter folgt die Strecke scheinbar mühelos der Straße, als wollte sie den Augenblick bewusst hinauszögern, an dem sie in das heilige Tal hinabführt. |
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| Schließlich erreicht die Straße einen großen Bauernhof am Ende der Straße, am Ort Croix Torte. Hier verändert sich die Landschaft schlagartig, und die Wegweiser kündigen an, was nun bevorsteht. Conques liegt nur noch etwa dreißig Minuten entfernt. Bis zur Abteikirche müssen jedoch fast dreihundert Höhenmeter überwunden werden. Dieser Ausblick erfreut die Augen weit mehr als Knie und Sehnen, die nach vielen Wandertagen bereits stark beansprucht sind. Auf dem Jakobsweg bilden Pilger mit schmerzenden Gelenken beinahe eine eigene Bruderschaft. |
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| Zu Beginn wirkt der Abstieg beinahe freundlich, obwohl die Asphaltstraße stellenweise fast zwanzig Prozent Gefälle aufweist. Breit und gleichmäßig führt sie rasch zu einem einsamen Haus hinab, das sich an den Hang schmiegt. |
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| Doch diese Leichtigkeit dauert nicht lange. Schon bald weicht die Straße einem schmalen Pfad aus Steinen und Erde, steil, ausgewaschen und stellenweise kaum noch erkennbar. Je nach Jahreszeit erwartet den Wanderer entweder ein trockener und gut begehbarer Boden oder ein Teppich aus feuchtem Laub, der ebenso tückisch sein kann wie Glatteis. Hinzu kommen tiefe Rinnen und große Steine, die bei jeder Unachtsamkeit unter den Füßen wegrutschen. Bei Regen empfiehlt es sich im Allgemeinen, der Straße von der Croix Torte nach Conques zu folgen. Dennoch verzichten nur wenige Pilger, selbst die erschöpftesten, auf diesen beinahe legendären Abstieg. |
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| Hier zeigt die Natur wieder ihre ganze Wildheit, unberührt, düster und stellenweise beinahe furchteinflößend. Zu Beginn des Pfades überschreitet das Gefälle mancherorts dreißig Prozent. Zwischen Bäumen, Steinen, Wurzeln und feuchter Erde führt der Weg steil bergab. Ist der Boden nass, verlangt jeder Schritt höchste Aufmerksamkeit und Demut. |
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| Und dennoch geht von diesem Ort trotz aller Anstrengung und der Angst auszurutschen ein tiefer Zauber aus. Der Pfad führt durch eine grüne Kathedrale außerhalb der Zeit, in der das Licht durch das Blätterdach fällt wie durch die Fenster einer alten Kirche. Alles wirkt ewig, still und beinahe heilig. Wenig später wird das Gefälle kurzzeitig etwas geringer, bleibt jedoch weiterhin deutlich über fünfzehn Prozent. Der Weg durchquert nun einen sanfter wirkenden Abschnitt zwischen Büschen und Hainbuchen. Die glatten Schieferplatten bedecken jedoch weiterhin stellenweise den Boden. Alles bleibt von dichter Vegetation umgeben, zwischen Farnen, Efeu und moosbewachsenen Steinmauern. Das Unterholz ist von Feuchtigkeit durchtränkt und wirkt beinahe undurchdringlich. Die Sinnlichkeit dieses Ortes entsteht aus der Art, wie sich die Pflanzen eng und üppig aneinanderschmiegen. |
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| Mancher wird nun glauben, das Schlimmste überstanden zu haben. Keineswegs. Der untere Teil des Abstiegs gleicht einer Rutschbahn mit einem Gefälle von bis zu fünfunddreißig Prozent über große Schieferplatten, die den Weg quer durchziehen. |
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| Ein wahrer Genuss, zumindest für die Gelenke, die sich dafür herzlich bedanken werden. |
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| Am Fuße des Abstiegs verlässt der GR65 den Wald und erreicht auf den Höhen von Conques wieder die asphaltierte Straße. |
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| Dann stellt sich ein tiefes Gefühl der Erleichterung ein, beinahe wie eine Erlösung, als die kleine Straße sanft dem Dorf entgegenführt. Nach den instabilen Steinen, den Wurzeln und den schwindelerregenden Hängen wirkt diese allmähliche Ankunft wie eine wohlverdiente Ruhepause für den Wanderer. |
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Lässt sich über Conques überhaupt noch etwas Neues sagen? Vermutlich nicht. Seit Jahrhunderten haben Reisende, Schriftsteller und Pilger versucht, die Ergriffenheit zu beschreiben, die dieses hoch über seinem Tal gelegene Dorf auslöst. Und doch bleibt der erste Anblick jedes Mal ein überwältigender Augenblick. Selbst wenn man immer wieder hierher zurückkehrt, bleibt der Zauber ungebrochen, vielleicht sogar noch stärker, wenn man den Ort zu Fuß nach dem langen Abstieg durch den Wald erreicht. Conques liegt oberhalb des Dourdou, jenes stillen Flusses, der sich durch den Talgrund schlängelt. Nicht weit davon fließt auch die Ouche, und die gesamte Landschaft bildet eine Art Mulde zwischen den Höhenzügen, concha auf Latein, conca auf Okzitanisch, wovon sich der Name des Dorfes ableiten soll. Die Häuser schmiegen sich an den Hang und wirken wie kleine Festungen aus Schiefer und Stein, die als Wächter den kostbaren Schatz des Tales umgeben, die Abteikirche Sainte Foy.

| Es kommt nur selten vor, dass Conques menschenleer ist. Die Besucher strömen vor allem zur Abteikirche, dem lebendigen Mittelpunkt des Dorfes. Während der Hauptsaison füllen sich die engen Gassen mit einem ununterbrochenen Strom von Touristen und Pilgern aus aller Welt. |
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| Trotz dieses Andrangs genügt es meist, nur wenige Schritte in die steilen Seitengassen oder unter die alten Schieferdächer zu gehen, um wieder etwas von der ursprünglichen Stille von Conques zu erleben. Hier herrscht der Schiefer vor. Er liefert das Baumaterial für die Häuser, das Pflaster der Gassen und die schweren Steinplatten der Dächer, die anstelle der üblichen Schieferplatten verwendet werden. Mancherorts tritt an seine Stelle Sandstein, der grau oder rosafarben sein kann. Diese ockerfarbene Atmosphäre mit ihren rosigen Nuancen verleiht dem Dorf eine unverwechselbare Harmonie. |
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| Conques wird vor allem durch die Abteikirche Sainte Foy geprägt. Die enge Verbindung mit der Pilgerfahrt nach Santiago de Compostela hat Conques die Aufnahme in das UNESCO-Weltkulturerbe eingebracht. Dazu gehören sowohl die Abteikirche als auch die romanische Brücke über den Dourdou. |
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| Ein wenig Geschichte hilft dabei, Conques besser einzuordnen. Der Überlieferung nach soll Karl der Große eine besondere Zuneigung zu dieser Gegend gehabt und hier ein kleines Oratorium errichtet haben. Die eigentliche Geschichte beginnt jedoch mit Abt Dadon, der hier ein Kloster gründete und im Jahr 819 die Benediktinerregel einführte. Einige Jahrzehnte später entwendete ein Mönch aus Conques namens Ariviscus die Reliquien der heiligen Fides aus einer Abtei in der Nähe von Agen. Fides hatte bereits im Alter von zwölf Jahren, im Jahr 303, das Martyrium erlitten. Dieser fromme Diebstahl, der damals keineswegs ungewöhnlich war, soll unmittelbar zahlreiche Wunder bewirkt haben, woraufhin Pilger in großer Zahl nach Conques kamen. Im Mittelalter erreichte die Abtei ihre Blütezeit, verfiel danach jedoch allmählich und wurde während der Französischen Revolution aufgegeben. Im Jahr 1837 wurde Conques durch Prosper Mérimée, damals Generalinspektor der historischen Denkmäler, wiederentdeckt. Der Kirchenschatz und das große Portal waren von den Dorfbewohnern bewahrt worden, doch die Kirche selbst hatte erhebliche Schäden erlitten. Im Jahr 1873 wurde die Abteikirche dem Prämonstratenserorden übergeben. Seitdem erklingen ihre Glocken wieder und läuten bis heute. Mit dem Bau der Abteikirche wurde im 11. Jahrhundert begonnen, das genaue Ende der Bauarbeiten kennt jedoch niemand. Es handelt sich um eine romanische Kirche mit Umgangschor und Radialkapellen. Der kreuzförmige Grundriss entspricht der klassischen Bauweise, lediglich das Querschiff ist aufgrund der Geländeverhältnisse länger als das Langhaus. Die Türme der Fassade stammen aus neuerer Zeit und wurden im 19. Jahrhundert neu errichtet.
Der Innenraum beeindruckt durch eine bemerkenswerte Schlichtheit, wie sie für romanische Kirchen typisch ist. Das Gewölbe erhebt sich auf über zwanzig Meter Höhe. Der Umgang ermöglicht den Gläubigen, vor den Reliquien der heiligen Fides von Agen zu verweilen. Besonders sehenswert sind die modernen Glasfenster von Pierre Soulages und Jean-Dominique Fleury, die gegen Ende des vergangenen Jahrhunderts geschaffen wurden und dem Bauwerk mit ihrer schlichten, geometrischen und zugleich zeitgenössischen Gestaltung eine ganz besondere Atmosphäre verleihen. |
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Über dem Kirchenportal erhebt sich ein Tympanon mit der Darstellung des Jüngsten Gerichts nach dem Evangelium des heiligen Matthäus. Mehr als hundert Figuren sind darauf zu erkennen. Im Mittelpunkt thront Christus in seiner Majestät, zu seiner Rechten die Erwählten und zu seiner Linken die Verdammten der Hölle. Außerdem erkennt man Karl den Großen als Wohltäter, Abt Dadon als Gründer der Abtei, mehrere Engel, einen Trunkenbold, der kopfüber aufgehängt ist, sowie den Satan und die sieben Todsünden, die allegorisch dargestellt sind. .

Der Kreuzgang aus derselben Epoche verschwand zu Beginn des 19. Jahrhunderts größtenteils, da seine Steine von den Dorfbewohnern als Baumaterial verwendet wurden. Glücklicherweise traf Prosper Mérimée rechtzeitig ein und konnte wenigstens einen kleinen Teil retten, insbesondere die Arkaden, die einst zum Refektorium der Mönche führten.

| In Conques gibt es erfreulicherweise keine von Souvenirläden und Ramschgeschäften überfüllten Gassen, wie man sie leider in vielen schönen mittelalterlichen Städten findet. Eine sanfte, friedvolle Atmosphäre liegt über dem ganzen Dorf, von den oberen bis zu den unteren Gassen, mit Ausnahme des Bereichs rund um die Kirche, der etwas stärker vom Tourismus geprägt ist. Im Sommer drängen sich hier zahlreiche Besucher rund um die Abteikirche. |
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| Da Conques eine unverzichtbare Etappe ist, gibt es hier zahlreiche Übernachtungsmöglichkeiten. Wenn Sie in der Prämonstratenserabtei übernachten möchten, was sich nahezu jeder Pilger wünscht, stehen viele Schlafplätze zur Verfügung. Dennoch sollten Sie rechtzeitig reservieren. Dieser von Ruhe und Würde erfüllte Ort gehört zu den bedeutendsten Stationen des Jakobswegs. Da Conques zugleich ein beliebtes Touristenziel ist, finden Sie hier auch gehobenere Unterkünfte und Restaurants. |
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| So verläuft ein Aufenthalt in der Prämonstratenserabtei, wenn Conques vollständig ausgebucht ist. Der Empfang findet direkt vor der Eingangstür statt, am Fuß der ehrwürdigen Apsis der Abteikirche. Wie auf einem Flughafen werden die Ankommenden in einer Warteschlange aufgestellt. Wegen des großen Andrangs wird zunächst die Reservierung kontrolliert, es empfiehlt sich also dringend, eine zu besitzen, anschließend erhält jeder eine Nummer für den Schalter. Im offenen Innenhof herrscht reges Treiben. Die Pilger werden von etwa einem halben Dutzend Freiwilliger betreut, die den gesamten Unterkunftsbetrieb organisieren. Die sechs Prämonstratenserbrüder kümmern sich ausschließlich um den geistlichen Teil des Aufenthalts. |
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Die Freiwilligen bleiben hier oft mehrere Tage, Wochen, manchmal sogar Monate oder Jahre. Sie kommen aus den unterschiedlichsten Ländern, verbringen eine Zeit in Conques und setzen anschließend ihren Weg fort. Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft prägen ihr Handeln. Ihre Unterstützung ist unentbehrlich, damit sich niemand in den Treppenhäusern und auf den verschiedenen Stockwerken verirrt und jeder sein Bett findet. Das geistliche Programm ist reichhaltig und findet in der Abteikirche statt. Vier Gebetszeiten gliedern den Tag, die Laudes um 7.30 Uhr, das Mittagsgebet, die Vesper um 18.00 Uhr und die Komplet um 20.30 Uhr, an die sich der Pilgersegen anschließt. Zahlreiche Pilger nehmen daran teil, während andere lieber durch die Gassen des Dorfes schlendern. Das Abendessen wird um 19.00 Uhr im großen Refektorium serviert. Nach dem Essen, der Vesper und dem Pilgersegen versammeln sich die Pilger vor dem Portal der Abteikirche und lauschen in der nächtlichen Stille den Erläuterungen zu den Figuren des Tympanons. Ausländische Besucher, die kein Französisch verstehen, genießen einfach die besondere Atmosphäre. Den Höhepunkt bildet schließlich der Augenblick im Inneren der Kirche, wenn die romanischen Säulen unter den Klängen der Orgel erzittern, die von einem der Prämonstratenserbrüder gespielt wird. Dann entsteht das Gefühl, dass Conques ganz den Pilgern gehört, die in der Prämonstratenserabtei übernachten. Die Scharen der Touristen sind verschwunden. Die übrigen Pilger beenden ihr Abendessen in den Restaurants, schlafen bereits in den komfortableren Hotels oder verbringen die Nacht im prachtvollen, selbstverwalteten Gemeindehaus. Selbstverständlich stehen auch für diejenigen, die keinen Platz in der Abtei gefunden haben, weitere Unterkünfte in Conques zur Verfügung. Es ist leicht vorstellbar, dass während der Saison jede Nacht weit mehr als 150 Pilger in Conques übernachten. Bereits 96 von ihnen finden in der Prämonstratenserabtei Unterkunft.

| Schließlich stellen Sie Ihre Schuhe und Wanderstöcke in den Ständer. Gute Nacht. |
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Unterkünfte auf der Via Podiensis
- Gîte chrétien donativo, Le Soulié; 06 49 07 46 61/06 42 35 69 01; Gîte, Abendessen, Frühstück
- Gîte Aux jardins du Soulié, Guillaume et Francesca (pèlerins), Le Soulié; 07 80 73 40 42/07 49 59 75 84; Gîte, Abendessen, Frühstück
- Gîte communal-Epicerie, Espeyrac; 06 11 39 64 63; Gîte, Abendessen, Frühstück
- Gîte Loulapi, Chistine et Jean-Philippe, Espeyrac; 07 75 74 02 05/07 49 72 73 51; Gîte, Abendessen, Frühstück
- Hôtel des 3 Dazes, Espeyrac; 06 76 79 04 05; Hotel, Abendessen, Frühstück
- Gîte Ginette et Maurice Panissié, Route de Conques, Sénergues; 05 65 72 84 47/06 82 16 22 39; Gîte, Frühstück, Küche
- Domaine de Sénos, Marie-Odile, Sénergues; 05 65 72 91 56; Gîte, Abendessen, Frühstück, Küche
- Gîte Dali -Chez François, Impasse du Guet, Conques; 06 88 70 27 66; Gîte, Abendessen, Frühstück
- Abbaye Sainte Foy, Communauté des Prémontrés, Conques; 05 65 69 83 43; Gîte und Pension, Abendessen, Frühstück
- Gîte La Bonne Etoile, 29 Rue Charlemagne, Conques; 06 10 67 26 57; Gîte, Frühstück
- Gîte Les Pieds dans l’Eau, Laure, 77 Rue des Moulins, Conques; 07 69 04 50 57/06 25 20 30 16; Gîte, Frühstück, Küche
- Chez Alice et Charles, Rue du Chanoine Bénazec, Conques; 07 87 19 17 59; Pension, Frühstück
- Au Castellou, Guy et Barbara Alizon, Le Faubourg, Conques; 05 65 78 27 09/06 48 15 66 91; Pension, Frühstück
- L’Alcôve, Valérie (pèlerine), 6 Rue Emile Roudié, Conques; 06 08 64 32 88/06 60 87 88 69; Pension, Frühstück
- La Conquise, Ghislaine Thiollier, 10 Rue du Château, Conques; 06 36 88 47 25; Pension, Frühstück, Küche
- Camping Le Temps d’une Pause***, 3 Rue de Molinols, Conques; 06 19 03 66 63; Zelte, mobil homes, Abendessen, Frühstück
- La Maison des Sources, Cambelong, Conques; 05 65 47 04 54/06 19 49 23 92; Pension, Abendessen, Frühstück
- Hôtel-Restaurant Saint Jacques**, Conques; 05 65 72 86 36; Hotel, Abendessen, Frühstück
- Sainte Foy***, Rue Gonzague Florens, Conques; 05 65 69 84 03; Hotel, Abendessen, Frühstück
- Moulin de Cambelong, Cambelong, Conques; 05 65 72 84 77; Hotel, Abendessen, Frühstück
Jahr für Jahr verändert sich der Jakobsweg und erfindet sich mit den Jahreszeiten und den Schritten der Pilger immer wieder neu. Manche Unterkünfte schließen ihre Türen, während andere, bescheiden oder unerwartet, neu entstehen. Es wäre daher unrealistisch, den Anspruch auf eine vollständige und unveränderliche Liste zu erheben. Dieses Verzeichnis umfasst ausschließlich Unterkünfte, die sich direkt an der Strecke oder höchstens einen Kilometer davon entfernt befinden. Die Auswahl wurde 2026 aktualisiert und dürfte sich in den kommenden Jahren nur geringfügig verändern. Wer umfassendere Informationen sucht, kommt an einem Werk nicht vorbei: Miam Miam Dodo, das problemlos online erhältlich ist. Seine größte Stärke liegt in der jährlichen Aktualisierung. Es verzeichnet nicht nur Unterkünfte unmittelbar an der Strecke, sondern auch Häuser, die etwas abseits liegen. Gerade bei starkem Pilgeraufkommen kann dies von großem Wert sein, wenn die Suche nach einer Übernachtungsmöglichkeit schwieriger wird. Darüber hinaus bietet das Werk zahlreiche praktische Hinweise, von einladenden Cafés und Restaurants bis hin zu Bäckereien, die unterwegs eine willkommene Rast ermöglichen. Neben diesen klassischen Informationsquellen ist heute auch Airbnb nicht mehr wegzudenken. Die Plattform hat sich selbst in abgelegenen und dünn besiedelten Regionen zu einer wichtigen Adresse für Reisende entwickelt. Da die genauen Standorte der Unterkünfte jedoch nicht unmittelbar angezeigt werden, ist eine gewisse Vorausplanung erforderlich. Auf dem Jakobsweg hängt die Suche nach einem freien Bett in letzter Minute manchmal vom Zufall ab. Doch auf den Zufall sollte man sich nicht verlassen. Eine rechtzeitige Reservierung ist deshalb dringend zu empfehlen. Erkundigen Sie sich bei der Buchung außerdem, ob Abendessen und Frühstück angeboten werden. Diese scheinbar kleinen Details können die Mühen einer Tagesetappe erheblich erleichtern.
Wenn man die Übernachtungskapazitäten betrachtet, stehen vor Conques rund 115 Betten zur Verfügung. Dies lässt darauf schließen, dass viele Pilger ihre Tagesetappe bereits vor dem eigentlichen Etappenziel beenden. In Conques selbst erweitert sich das Angebot auf nahezu 260 Betten. Da auf der Via Podiensis während der Saison in der Regel zwischen 100 und 200 Pilger unterwegs sind, dürfte diese Etappe hinsichtlich der Unterkunftsmöglichkeiten keine besonderen Schwierigkeiten bereiten. Dennoch empfiehlt es sich, vorsorglich im Voraus zu reservieren, zumal Conques auch zahlreiche Touristen anzieht. Besonders für eine Übernachtung in der Abtei ist eine frühzeitige Reservierung nahezu unerlässlich.
Diese Strecken führen durch oftmals dünn besiedelte Gegenden und bieten nur wenige Versorgungsmöglichkeiten. Restaurants sind selten, ebenso Lebensmittelgeschäfte, die häufig lediglich kleine Brotausgabestellen mit einer bescheidenen Auswahl an Gemüse und Milchprodukten sind. In Espeyrac und Sénergues besteht jedoch die Möglichkeit, einzukehren und eine Mahlzeit einzunehmen, zwei willkommene Rastorte in diesen abgelegenen Landschaften. Wasserstellen sind entlang der Strecke hingegen recht regelmäßig vorhanden. Sie befinden sich in Espeyrac, Sénergues und St Marcel. Teilweise sind sie mit sanitären Anlagen ausgestattet, meist in Form von Trockentoiletten, insbesondere vor Camagnac sowie in Sénergues und St Marcel. Am Etappenziel bietet Conques schließlich sämtliche Annehmlichkeiten mit zahlreichen Restaurants und Lebensmittelgeschäften, darunter auch einige Häuser mit ausgezeichneter Küche. Schließlich bieten zahlreiche Unternehmen einen Gepäcktransport oder einen Rücktransfer zum Ausgangspunkt an. Unter ihnen gilt La Malle Postale als die wichtigste und bekannteste Referenz für Pilger.
Zögern Sie nicht, Kommentare hinzuzufügen. Oft ist dies der Weg, um in der Google-Hierarchie aufzusteigen, sodass mehr Pilger Zugang zur Website erhalten.
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Nächste Etappe : Etappe 13: Von Conques nach Livinhac-Le-Haut |
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